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Nach dem EU-Gipfel : Moody’s kritisiert Fiskalpaket

  • Aktualisiert am

Die Ratingagentur Moody’s hält die EU-Gipfelbeschlüsse für nicht ausreichend Bild: dpa

Der EU-Gipfel zur Schuldenkrise hat nach Einschätzung der Ratingagentur Moody’s wenig neue Maßnahmen gebracht. Entscheidungen zur Stabilisierung der Kreditmärkte fehlten.

          Die Ratingagentur Moody’s hat sich unzufrieden mit den EU-Gipfelbeschlüssen von Ende vergangener Woche gezeigt. Nur wenige der angekündigten Krisenmaßnahmen seien neu, viele ähnelten früheren Erklärungen, teilte die Agentur am Montag in ihrem wöchentlichen Kreditausblick mit. Entscheidungen zur kurzfristigen Stabilisierung der Kreditmärkte fehlten.

          Die Eurozone und die gesamte Europäische Union (EU) seien nach wie vor anfällig gegen externe Schocks und stünden damit unter Druck. Moody’s bekräftigte die Ankündigung von November, die Ratings aller EU-Staaten im ersten Quartal 2012 genau zu prüfen.

          Im Vorfeld des Gipfeltreffens hatte die Ratingagntur Standard & Poor’s mehrere der 17 Euro-Länder vor einer möglichen Herabstufung gewarnt, darunter auch Deutschland und Frankreich. In einem Rundumschlag hatte S&P auch der Europäischen Union mit der Herabstufung ihrer Kreditbewertung gedroht. Der Ausblick für das langfristige AAA-Rating der Union werde auf negativ gesetzt, hieß es. Die Ratingagentur hatte angekündigt ihre Beurteilung der Länder in der Eurozone sobald wie möglich nach dem EU-Gipfel abzuschließen und anschließend über ihr Handeln zur EU als Ganzes zu entscheiden.
           

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