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Nach Flugzeugabsturz : FBI ermittelt wegen Zulassung von Boeing 737 Max 8

  • Aktualisiert am

Das Modell Boeing 737 Max 8 in Seattle Bild: dpa

Mit steigendem Druck zur Aufklärung der Ursachen für den Absturz der Boeing 737 Max 8 in Äthiopien schaltet sich das FBI in die Ermittlungen ein. Im amerikanischen Senat kommt es zu Anhörungen.

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          Das FBI schließt sich einem Zeitungsbericht zufolge den Untersuchungen über der Zulassung der neuen Boeing 737 MAX an. Das berichtete die „Seattle Times“ unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen.

          Eine Sprecherin des FBI wollte eine Untersuchung weder bestätigen noch dementieren. Boeing lehnte eine Stellungnahme ab. Nach dem Absturz einer Boeing 737 MAX in Äthiopien im Linienflug von Ethiopian Airlines wurde weltweit ein Startverbot für dieses Flugzeugmodell verhängt.

          Die Nachrichtenagentur Reuters hatte bereits zuvor erfahren, dass das amerikanische Justizministerium und die Staatsanwaltschaft die Entwicklung des Modells eingehend prüfen. Wenige Monate vor dem Unglück in Äthiopien war in Indonesien ebenfalls eine Boeing 737 MAX – im Dienst von Lion Air – kurz nach dem Start abgestürzt.

          Auch der amerikanische Senat erhöht den Druck. Der zuständige Ausschuss will eine Anhörung einberufen, in der sich Manager von Boeing erstmals zu den Flugunfällen äußern sollen.

          Der Termin für die Befragung von Boeing-Vertretern steht noch nicht fest, verlautete aus dem Kongress. Für kommenden Mittwoch ist im selben Gremium des Senats bereits eine Befragung von Vertretern der Luftverkehrsaufsicht FAA geplant. Dabei dürfte es darum gehen, warum die FAA die betroffenen Flugzeugmodelle zuließ, ohne umfangreiche Schulungen zur Auflage zu machen.

          Obwohl offiziell bisher keine Verbindung hergestellt wurde, haben erste Erkenntnisse über Gemeinsamkeiten beider Abstürze das Flugkontrollsystem MCAS und das damit verbundene Training der Piloten in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerückt. Das MCAS soll bei zu steilem Flugwinkel einen Strömungsabriss verhindern, indem es automatisch die Nase der Maschine absenkt. Bei beiden Abstürzen kämpften die Piloten vergeblich darum, einen ungewollten Sinkflug ihrer Maschinen zu verhindern.

          Ein Pilot von Ethiopian Airlines, der anonym bleiben will, erhob zudem am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen Boeing und seinen eigenen Arbeitgeber. Boeing habe keine Anleitungen für das neue Flugkontrollsystem MCAS geschickt, und der Unglückspilot habe nicht am Simulator trainieren können. „Wir wussten über MCAS mehr aus den Medien als von Boeing“, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters.

          Bei den beiden Abstürzen kamen insgesamt 346 Menschen ums Leben. Boeing und die amerikanische Flugaufsicht FAA stehen seither unter Aufklärungsdruck.

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