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Standortfaktoren : Muss Deutschland die Steuern für Unternehmen senken?

  • -Aktualisiert am

Noch brennt das Licht und fließt die Steuer: Chemieanlagen von BASF in Ludwigshafen. Bild: dpa

Den letzten Hochsteuergefährten hat Deutschland verloren, die politische Untätigkeit wird zum Standortnachteil. Welche Optionen gibt es?

          9 Min.

          Seit Monaten schwelt in der großen Koalition der Streit, ob im internationalen Steuerwettbewerb ein neuer Schritt zur Entlastung von Unternehmen getan werden muss. Der Koalitionsvertrag vom März 2018 schweigt hierzu. Doch schon vergangenen Herbst hat Wirtschaftsminister Peter Altmaier einen 10-Punkte-Plan zur Entlastung der Wirtschaft vorgelegt. Die Arbeitsgruppe Finanzen der CDU/CSU-Fraktion hat ihn jüngst konkretisiert: Die Steuerlast für Unternehmensgewinne soll von heute mehr als 30 Prozent auf höchstens 25 Prozent gedeckelt werden. Dass die seitens der Wirtschaft seit längerem erhobene Forderung nach Entlastung gerade jetzt von der Politik aufgegriffen wird, kommt nicht von ungefähr, sondern dürfte im Zusammenhang mit niedrigeren Konjunkturerwartungen im neuen Jahreswirtschaftsbericht stehen.

          Die Unternehmensteuerreform 2008 liegt mehr als zehn Jahre zurück. Damals war es Deutschland gelungen, von einem der letzten Plätze in EU und OECD ins Mittelfeld vorzurücken. Diese Positionsverbesserung ist mittlerweile verspielt, zum einen weil der internationale Abwärtstrend der Steuersätze auch nach 2008 nicht zum Erliegen gekommen ist, zum anderen weil es in Deutschland entgegen diesem Trend sogar zu einer leichten Erhöhung der Steuerlast gekommen ist. Sie ist auf Anhebungen der Gewerbesteuer zurückzuführen.

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