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Musikindustrie : Fusion zwischen BMG und EMI unwahrscheinlich

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Britische Sonntagszeitungen sprechen von einem Scheitern der Gespräche. Bertelsmann-Sprecher sagen, „es geht notfalls auch allein“.

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          Die seit Monaten verhandelte Fusion zwischen der britischen EMI und der Bertelsmann Music Group (BMG) wird immer unwahrscheinlicher.

          Britische Sonntagszeitungen berichteten bereits vom endgültigen Scheitern. Bertelsmann- Kommunikationschef Manfred Harnischfeger sagte, man erwarte eine Entscheidung in den nächsten Tagen.

          „Es geht notfalls auch allein“, so Harnischfeger. „Außerdem gibt es immer neue Möglichkeiten, sich zu verstärken.“ Die Musiksparte von Bertelsmann befinde sich nach dem Wechsel des Managements und der strategischen Ausrichtung in hervorragendem Zustand. Unter den großen Musikkonzernen habe BMG den stärksten Direktivertrieb mit weltweit 17 Millionen Kunden.

          Zudem habe man sich mit Napster und der Plattform MusicNet, an der auch Warner Music und EMI beteiligt sind, bestens für die digitale Zukunft vorbereitet. EMI und BMG verhandeln seit Monaten über eine Fusion. Der Grund eines möglichen Scheiterns liegt in den Hürden des Kartellrechts. Vor einem Jahr scheiterte bereits der Versuch der Fusion von EMI mit AOL/Time Warner am Einspruch der Wettbewerbshüter. Obwohl der erneute Fusionsversuch noch nicht formell kartellrechtlich angemeldet wurde, berät die EU-Kommission bereits seit längerer Zeit über das Vorhaben. Eine informelle Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet.

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