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Esa plant erste Mission : Müllabfuhr im Weltall

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Die Computergrafik zeigt einen Satelliten der Raumfahrtmission ClearSpace-1 der ESA. Die Mission, die 2025 starten soll, wird die erste sein, die ein Trümmerfeld in der Umlaufbahn entfernt. Bild: dpa

Nicht nur bei uns auf der Erde gibt es Müllprobleme. Im Weltall fliegen Zehntausende Trümmerteile alter Satelliten oder Raketen umher. Die europäische Weltraumorganisation Esa plant nun die weltweit erste Mission zur Beseitigung des Schrotts. Und glaubt an einen künftigen Markt.

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          Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation Esa, Jan Wörner, sieht in der Beseitigung von Weltraumschrott einen Zukunftsmarkt. „Das Beispiel wird Schule machen“, sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Darmstadt. Die Esa plant zusammen mit einem kommerziellen Konsortium die weltweit erste Mission zur Beseitigung des Schrotts für das Jahr 2025. Die europäischen Raumfahrtminister haben sich nach Angaben der Esa darauf geeinigt, diese Mission zur Beseitigung von Trümmern aus der Erdumlaufbahn zu unterstützen.

          „Ich bin ganz fest davon überzeugt, das ruft jetzt andere auf den Plan“, sagte Wörner. Das Weltall sei Infrastruktur, die täglich für eine Vielzahl von Anwendungen genutzt werde. Die Infrastruktur zu schützen sei ein großer Wert.

          Experten warnen vor einer drastischen Zunahme des Weltraumschrotts in den kommenden Jahren. Teile aus dem All können auf die Erde stürzen oder zu Kollisionen im Weltraum führen. Nach Angaben von Holger Krag, Leiter des Esa-Büros für Raumfahrtrückstände in Darmstadt, treffen die Objekte mit einer Geschwindigkeit von bis zu 40 000 Kilometern pro Stunde aufeinander. In den kommenden Jahren rechnen Experten mit dem Start Tausender weiterer Satelliten.

          „ClearSpace-1“ solle 2025 starten und sei bei einem von einem Schweizer Start-up geführten kommerziellen Konsortium in Auftrag gegeben, teilte die Esa mit. Das Projekt solle im kommenden März beginnen. Ziel sei, dass eine Raumsonde im All eine Oberstufe einer alten Esa-Rakete mit vier Greifarmen einfängt und zum Verglühen in die Erdumlaufbahn zurückbringt. Später sollen Orbiter dann mehrere große Trümmerteile einfangen.

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