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Arzneimittelgroßhändler : Möglicher Milliardenvergleich in Opioid-Fällen

Ein Arzt in Cincinnati verabreicht Naloxon an einen Mann, um auf eine mögliche Überdosis zu reagieren. Der Prozess um die Opioid-Epidemie hat in den Vereinigten Staaten begonnen. Bild: AP

Die juristische Auseinandersetzungen um Opioide steuert in Amerika auf einen Höhepunkt zu. Nun gibt es neue Berichte über mögliche Milliardenvergleiche der Pharmahändler.

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          In den Vereinigten Staaten könnte es zu einem weiteren Milliardenvergleich rund um Opioide kommen: Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ verhandeln die drei Arzneimittelgroßhändler McKesson, Amerisource Bergen und Cardinal Health darüber, zusammen 18 Milliarden Dollar zu zahlen, um alle Opioid-Klagen gegen sie beizulegen. Auch der Gesundheitskonzern Johnson & Johnson soll in die Gespräche involviert sein und über eine separate Zahlung verhandeln. Er soll einem Bericht der Nachrichtenagentur „Bloomberg“ zufolge 4 Milliarden Dollar geboten haben.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Erst im September hatte Purdue Pharma, der Hersteller des Schmerzmittels Oxycontin, der wie kein zweites Unternehmen mit der Opioid-Krise in Amerika identifiziert wird, einen Vergleich geschlossen und außerdem Insolvenz beantragt. Purdue hat den Wert dieses Vergleichs auf mehr als 10 Milliarden Dollar beziffert, allerdings haben Kritiker die Kalkulation dieser Summe in Frage gestellt, und mehrere amerikanische Bundesstaaten haben das Abkommen zurückgewiesen.

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