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Möbelkonzern gab Studie in Auftrag : Ikea informiert über Produktion durch DDR-Zwangsarbeiter

  • Aktualisiert am

Ikea hatte Möbel auch in der DDR produzieren lassen Bild: dpa

Im Frühjahr hatte ein schwedischer Fernsehsender berichtet, der Möbelbauer Ikea hätte von der Produktion durch DDR-Zwangsarbeiter profitiert. Damals kündigte Ikea eine Überprüfung der Vorwürfe an. Am kommenden Freitag soll die Studie offenbar vorgestellt werden.

          Die schwedische Möbelkette Ikea will am kommenden Freitag über die Beschäftigung von DDR-Zwangsarbeitern bei der Herstellung von Ikea-Möbeln informieren. Die Stasi-Unterlagenbehörde bestätigte einen Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“ vom Samstag, wonach Ikea in Berlin eine Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young vorstellen wird.

          Nach Informationen der „Mitteldeutschen Zeitung“ kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Zwangsarbeit zur Fertigung von Ikea-Produkten in der DDR stattgefunden hat. Allerdings seien die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Ikea und der DDR sehr verschachtelt gewesen, so dass nicht in allen Fällen klar gewesen sei, ob das Unternehmen über die Zwangsarbeit und ihre Umstände voll unterrichtet war.

          Der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), Rainer Wagner, sagte der Zeitung, Ikea habe „im Gegensatz zu vielen anderen Firmen, die in der DDR haben arbeiten lassen“ inzwischen „eine sehr ordentliche Verhaltensweise an den Tag“ gelegt. Wagner forderte eine Entschädigung für Zwangsarbeiter durch alle Firmen, die in Zwangsarbeit verstrickt gewesen seien.

          Im Frühjahr hatten ein schwedischer Fernsehsender und andere Medien berichtet, der schwedische Möbelbauer Ikea und andere westliche Unternehmen hätten von der Produktion durch DDR-Zwangsarbeiter profitiert. Ikea kündigte daraufhin eine Überprüfung der Vorwürfe an.

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