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Modeunternehmen : Tom Tailor senkt Gewinnprognose

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Dieter Holzer, Chef des Modefilialisten Tom Tailor in der Firmenzentrale in Hamburg Bild: dpa

Der Modehändler wird weniger Gewinn machen als erwartet. Konzernchef Dieter Holzer kündigt an, den Konzernumbau beschleunigen zu wollen.

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          Tom Tailor muss beim Gewinnziel für 2015 zurückrudern. Grund sind Probleme beim Start eines neuen Logistiklager und die Kosten für teure Verkaufsförderungen im August. Anders als bislang erhofft werde die Profitabilität im laufenden Jahr nicht auf dem 2014er-Niveau bleiben, sondern sinken. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Beim um Sondereffekte bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) werde ein Wert von 75 bis 80 (2014: 87,2) Millionen Euro erwartet. Tom-Tailor-Chef Dieter Holzer kündigte daher an, den Konzernumbau noch schneller vorantreiben zu wollen.

          Bei einem nach wie vor prognostizierten leichten Umsatzanstieg auf 945 bis 955 Millionen Euro wäre dies im besten Fall eine Marge von knapp 8,5 Prozent. Bislang hatte der Konzern einen Wert auf dem Niveau des Vorjahres in Höhe von 9,4 Prozent in Aussicht gestellt. Die Anleger reagierten verschnupft. Die im SDax notierte Aktie gab zeitweise um über sechs Prozent nach und markierte mit 5,88 Euro ein Rekordtief. Das Papier büßte seit seinem Jahreshoch im März rund 55 Prozent ein und fiel zuletzt auf den tiefsten Stand seit dem Börsengang im Jahr 2010.

          „Wir wissen, dass der Textilmarkt schwierig ist. Dennoch sind wir überzeugt, dass wir uns durch unsere Strategie der beschleunigten Vertikalisierung und Stärkung der Online-Präsenz dauerhaft am Markt behaupten und weitere Marktanteile gewinnen können. Flankierend werden wir unsere Kostenstruktur optimieren und weiter straffen“, sagte er. Ziel sei es, die Wünsche der Kunden schneller zu erfassen und bedienen zu können. So soll die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden und damit die Flächenproduktivität und Profitabilität künftig steigen.

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