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Humanist Brunello Cucinelli : Wie ein Mode-Unternehmer den Kapitalismus revolutionieren will

Die Abendsonne senkt sich über das Tal von Solomeo. Bild: Stephan Finsterbusch

Brunello Cucinelli wuchs in Armut auf. Heute ist der Italiener Milliardär. Jetzt will er einen humanistischen Kapitalismus aufbauen – als Mode-Unternehmer.

          5 Min.

          Es war kalt, es war Herbst, und Brunello Cucinelli hatte gerade sein erstes großes Geschäft gemacht: Er lieferte fünfzig Wollpullover über die Alpen. Alle aus Kaschmirwolle, alle knallbunt. Er hatte sie auf eigene Rechnung stricken und färben lassen. Das kam gut an.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Vor allem die Deutschen mochten das. Sie hatten dann mehr geordert, als er eigentlich liefern konnte. Cucinelli kaufte zentnerweise weiche Wolle aus der fernen Mongolei und Fässer frischer Farben. Ein Freund lieh ihm das Geld. Startkapital für einen steilen Aufstieg. Cucinelli schmiss sein Studium, gründete eine Firma, gab ihr seinen Namen und brachte sie groß ins Geschäft. Die ganze Welt lag vor ihm.

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