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Mobiltelefone : Smartphones - hoffnungsvolle Alleskönner

  • -Aktualisiert am

Handys - immer smarter? Bild: dpa

Musik hören und Videos über das Mobilfunknetz verschicken mit Dauerzugang ins Internet - Smartphones versprechen viel.

          Hersteller wie Hewlett-Packard (HP Jornada 928 WDA), Nokia (Nokia 7650), Motorola (Accompli 008), Siemens (SX45), Sendo (Sendo Z100), Ericsson (T68) und Handspring (Treo) stellen ihre ersten Alleskönner der neuen Mobilfunkgeneration auf der CeBIT 2002 vor, nachdem die Messebesucher bereits auf der 3GSM World Messe in Cannes über die vollständige Symbiose aus Handy und Taschencomputer mit Farbdisplay staunen konnten.

          Diesen Sommer sollen die neuen mobilen Statussymbole endlich auch im Handel sein, zu Preisen von bis zu 1.000 Euro ohne Kartenvertrag.

          Beschleuniger für UMTS und mobile Arbeitswelt

          Auch wenn das UMTS-Netz noch weiter auf sich warten lässt, kommt von der Produktseite Leben in die mobile Breitbandkommunikation. Die Marktforscher IDC prognostizieren, dass der Markt für Smartphones viermal schneller wachsen dürfte als das Geschäft mit Organizern. Die Alleskönner sind geradezu dafür ausgelegt, schlummernde Bedürfnisse zu wecken, neue Konsumgewohnheiten einzuüben und professionelle Anwendungen zu verbreiten. Der konvergente Verbraucher kann so erzogen werden. Alles notwendige Voraussetzungen für die UMTS-Zukunft mit neuen abrechenbaren Inhalten, denn nur ein Viertel des künftigen Marktvolumens wird auf die Hardware entfallen.

          Smartphones werden auch die Arbeitswelt verändern: Berlecon Research ermittelt in der Studie „Mobile-Lösungen für Unternehmen“ einen Anstieg der Anbieter von mobilen Geschäftslösungen innerhalb der letzten sieben Monaten von 88 auf 133. Mit den Smartphones erhoffe man sich, dass Mitarbeiter einfacher auf Unternehmensdaten von außen zugreifen können. So dürften bis 2006 alle deutschen Großunternehmen den mobilen Zugriff ihrer Mitarbeiter auf Teile des Unternehmensnetzes ermöglichen, so die Analysten.

          Die Kombinationsfrage

          Ob sich aber die Eingeräte-Lösung auf breiter Front durchsetzt, ist derzeit noch nicht absehbar. Gerade die professionellen Anwender haben sich mit ihrem Organizer und dem separaten Mobiltelefon gut eingerichtet. Sie dürften daher erst einmal abwarten, um ein neues elektronisches Abenteuer einzugehen. Hersteller wie Palm bevorzugen daher mehrere Geräte mit immer kleineren, leistungsfähigeren und leichteren Versionen.

          Andererseits zeigt der Erfolg des Klassikers Nokia Communicator das Potenzial der Kombigeräte. Einer Studie von Canalys zufolge haben die Finnen 2001 mehr Communicator verkauft als die PDA-Hersteller Palm und Compaq. Allerdings konnte Palm im 3. Quartal den Commnicator vom ersten Platz wieder verdrängen und führt den westeuropäischen Markt nun mit einem Marktanteil von rund 34 Prozent an. Dies lässt sich wiederum als Argument für die Mehrgeräte-Lösung deuten, an der Palm festhalten will. Hauptkonkurrent Handspring hingegen, beteiligt sich mit dem Handy-Organizer „Treo“ am Wettlauf ums cleverste Handy bzw. um den cleversten Organizer.

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