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Start-up-Finanzierung : Hessen sammelt mehr Geld ein als Hamburg

Erfolgreich: Tom Plümmer und sein Start-up Wingcopter haben 18 Millionen Euro erhalten Bild: Reuters

Nach gut einem Jahr Corona werden Investoren offenbar wieder mutiger. Deutsche Start-ups haben im ersten Halbjahr so viel Geld erhalten wie noch nie. Hessen schneidet besser ab als zuletzt.

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          Der Gründer-Standort Hessen hat im Vergleich zu anderen Bundesländern Boden gutgemacht: Im ersten Halbjahr 2021 haben hessische Start-ups zusammen 128 Millionen Euro einsammeln können, wie die Unternehmensberatung EY im aktuellen Start-up-Barometer analysiert hat. Damit ist diesmal etwas mehr Geld nach Hessen als nach Hamburg (110 Millionen Euro) geflossen. Die größten Einzelsummen gingen dabei an die Frankfurter Versicherungs-App Clark mit 69 Millionen Euro und den Darmstädter Drohnenentwickler Wingcopter, der 18 Millionen Euro überwiesen bekam.

          Falk Heunemann
          Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Hessen liegt dennoch weiterhin im Bundesländervergleich weiterhin nur im Mittelfeld auf Platz sechs, hinter Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Spitzenreiter ist mit großem Abstand weiterhin Berlin, dortige Startups haben zusammen mehr als vier Milliarden Euro eingesammelt, das ist mehr als die Hälfte aller Mittel für deutsche Gründer. Bayerische Gründungen erhielten 2,5 Milliarden Euro - von bundesweit 7,6 Milliarden Euro.

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