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Kleine Betriebe in Not : Wie Mittelständler um Sonderkredite der KfW ringen

Betriebe, die KfW-Sonderkredite beantragen wollen, müssen sich zunächst an ihre Hausbank wenden. Bild: Jan Huebner

Entsetzen statt Erleichterung: Tausende Unternehmen wollen mit Sonderkrediten der KfW durch die Krise kommen. Ganz ohne Probleme klappt das nicht – bei vielen kommt die Hilfe gar nicht an.

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          Helmut Richter spart nicht mit Worten, um seinem Entsetzen Ausdruck zu verleihen. Seit Jahrzehnten schon ist Richters Firma eng mit der gleichen Hausbank verbunden, immer habe man alle Kredite ordentlich zurückgezahlt. „Wir haben stets wie solide Kaufleute gewirtschaftet“, beteuert Richter. „Und ausgerechnet in der Corona-Krise werden wir so schlecht behandelt.“

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Weil die Aufträge ausbleiben, wollte der Unternehmer für seinen mittelständischen Familienbetrieb über seine Hausbank einen Corona-Hilfskredit der bundeseigenen Förderbank KfW in Höhe von 500.000 Euro beantragen. Kein Problem, hatte es bei der Bank zuerst geheißen, denn alle Unterlagen waren beisammen, sämtliche Anforderungen erfüllt. Doch einen Tag später kam der Schock: Die Bank verlangte eine private Bürgschaft Richters über den vollen Betrag. „Ich konnte es nicht fassen“, sagt Richter, der seinen wirklichen Namen und den seines Unternehmens nicht in der Zeitung lesen will – aus Angst, danach von seiner Hausbank schlecht behandelt zu werden. „Was bringen denn die staatlichen Hilfen, wenn sie nicht bei den Unternehmen ankommen?“, fragt er. Richter sagt, seine Firma sei noch nicht in akuter Not. Doch das könne sich bald ändern, wenn Aufträge und Zahlungen ausblieben. Sicherheiten gebe es genug, gute Gründe für den Kredit auch. „Ich verstehe es einfach nicht, das kann man doch nicht machen.“

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