https://www.faz.net/-gqe-9sx2w

Krise der Verbrennungsmotoren : Alarm im Autoland!

Qualitätskontrolle beim Autozulieferer Elring-Klinger. Nicht nur in Dettingen sieht man dem Strukturwandel in der Autoindustrie bang entgegen. Bild: Marcus Pietrek

Im Automobilbau machte Baden-Württemberg lange Zeit niemand etwas vor. Jetzt schon. Eine Rundreise durch eine verstörte Wirtschaftsregion.

          8 Min.

          Der Satz stammt von Winfried Kretschmann: „Ich habe keine Lust, dass wir das Ruhrgebiet der Zukunft werden“, knurrte Baden-Württembergs Ministerpräsident diesen Sommer in einem Radiointerview. Gemeint war damit: So wie der Niedergang von Kohle und Stahl die einst reichen Landstriche zwischen Rhein und Ruhr zerrüttet hat – so kann es auch Baden-Württemberg ergehen. Dann nämlich, wenn seine Schlüsselindustrie, der Automobilbau, von der internationalen Konkurrenz hinweggefegt werden sollte, so wie vor einem halben Jahrhundert die Montanindustrie in Nordrhein-Westfalen.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Das stolze „Musterländle“ als neue deutsche Krisenregion? Das klingt weit hergeholt. Andererseits: Auch in Bochum, Essen und Duisburg haben in den guten Jahren viele den wirtschaftlichen Absturz lange nicht kommen sehen. Bis er dann da war. Handelskrieg, Diesel-Skandal, Feinstaubalarm, Klimaschutz, der bevorstehende radikale technologische Wandel von der Elektromobilität bis zum autonomen Fahren – noch nie war die Liste der Herausforderungen für die deutsche Autoindustrie so lang wie heute. Und für keine Region steht dabei so viel auf dem Spiel wie für den Südwesten der Republik.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Eine Schülerin einer Abschlussklasse wird im Impfzentrum an der Messe München geimpft.

          Leopoldina-Forscher Falk : „Klappe halten, impfen lassen“

          Spitzenforscher Armin Falk fordert eine Impfpflicht und findet, dass der Impfstatus bei der Triage eine Rolle spielen sollte. An Politiker, die sich nicht impfen lassen, hat er eine klare Ansage.
          „Impfen ohne Anmeldung“: Mit niederschwelligen Angeboten (wie hier vor dem Kongresshaus in Salzburg)  versucht Österreich, die Impfquote zu erhöhen.

          Impfen im Europa-Vergleich : Impfmuffel und Impfwillige

          In ostmitteleuropäischen Ländern wie Österreich, Ungarn, der Slowakei und der Tschechischen Republik versuchen die Regierungen verzweifelt, die Impfquote zu erhöhen. Dagegen fehlt in Spanien und Portugal der Impfstoff.