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Karton für Hackfleisch : Korrekt verpackt

Statt Plastikschale: Karton für Hackfleisch – dünne Folie inklusive Bild: Tegut

Bio und Nachhaltigkeit spielen für die Tegut-Kette seit vielen Jahren eine große Rolle. Nun wartet der Fuldaer Lebensmittelanbieter mit einem Karton für Hackfleisch auf. Doch ein bisschen Plastik bleibt im Spiel.

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          Auf den Inhalt kommt es an und nicht auf die Verpackung. Diese These lässt sich in aufgeregten Klimawandel- und Umweltvermüllung-Zeiten so nicht mehr aufrechterhalten. Vielmehr ist es so, dass innovative Unternehmen, die Nachhaltigkeit nicht nur im Zusammenhang mit Umsatz und Gewinn wahrnehmen, ihr Augenmerk inzwischen sehr genau auch auf die Produkthülle legen.

          Petra Kirchhoff
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das jüngste Vorzeigebeispiel kommt aus Fulda von Tegut. Die Supermarktkette hat schon vor zwei Jahren mit der Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH Verpackungen für Wurst und Schinken um 80 Prozent Kunststoff reduziert und eine sogenannte Flat-Skin-Verpackung für Fleisch in der Selbstbedienungstheke auf den Markt gebracht, die hundertprozentig recyclefähig ist.

          Mit einer dünnen Kunststofffolie ausgekleidet

          Nun will Tegut Hackfleischprodukte der Eigenmarken „Bio“ und „Landprimus“ künftig nicht mehr in Plastikschalen verkaufen, sondern in Kartons, die mit einer dünnen Kunststofffolie ausgekleidet sind. Neun Tonnen Plastik spart das Unternehmen, das inzwischen zur Schweizer Migros gehört, dadurch jährlich ein. Freilich immer vorausgesetzt, Verbraucher machen sich die Mühe und lösen die Folie am Boden ebenso wie die obere Verschlussfolie, um sie dann korrekt in der Gelben Tonne zu entsorgen.

          In jedem Fall werden für den Karton Frischfasern verwendet, die zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt und FSC-zertifiziert sind, das heißt aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Wenn das so weitergeht, können Verbraucher die Verpackung demnächst mitessen. Dann müssen sie auch nicht mehr nachdenken beim Sortieren.

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