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Fachkräftemangel droht : Handwerk hat noch 28.000 unbesetzte Ausbildungsplätze

  • Aktualisiert am

Ein Auszubildender demonstriert in Erfurt in Thüringen das Gasschweißen. Bild: Sebastian Kahnert/dpa

Fast die Hälfte der Betriebe, die ausbilden möchten, suchten noch „händeringend“ Mitarbeiter, klagt das Handwerk. So fehlten bald Fachleute, um die Klimawende zu erreichen.

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          Im deutschen Handwerk sind nach Branchenangaben Tausende Lehrstellen für das bereits angelaufene Ausbildungsjahr 2021 noch nicht besetzt. Ende August seien gut 28.000 solcher Stellen vakant gewesen, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Hans Peter Wollseifer, der Rheinischen Post. „44 Prozent unserer ausbildungswilligen Betriebe suchen noch händeringend Auszubildende.“

          Im Ausbildungsjahr 2021 seien bisher über 112.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden – 4,2 Prozent mehr als im Corona-Jahr 2020. „Der Trend ist positiv, auch wenn wir das Vorkrisenniveau von 2019 noch nicht wieder erreicht haben.“

          Fachkräftemangel könnte Klimaziele torpedieren

          Wollseifer warnte dem Blatt zufolge vor einem noch größeren Fachkräftemangel in einer Zeit, in der Fachkräfte wegen des verstärkten Klimaschutzes dringend gebraucht würden. Die Parteien machten sich zwar viele Gedanken über Klimaziele. „Aber sie haben viel zu wenig auf dem Schirm, dass wir genügend gut ausgebildete Handwerkerinnen und Handwerker brauchen, um die Aufgaben im Klimaschutz auch umzusetzen“, sagte Wollseifer.

          An einem Mangel an Fachkräften drohten Klimaziele zu scheitern. „Irgendwer muss ja schließlich die Solardächer und Ladesäulen installieren oder Gebäude energieeffizient sanieren.“

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