https://www.faz.net/-gqe-ae90c

Familienstreit : Dr. Oetker lässt sich scheiden

Wer bekommt was vom großen Kuchen? Der Oetker-Konzern wird aufgeteilt. Bild: Nerea Lakuntza [FAZ-Recht:1]

Der zerstrittene Oetker-Clan aus Bielefeld spaltet den Familienkonzern auf. Die Geschichte einer milliardenschweren Fehde in Ostwestfalen.

          6 Min.

          Das Problem hat August Oetker schon vor einigen Jahren auf den Punkt gebracht. Journalisten stellten dem Miteigentümer und früheren Chef des Bielefelder Pudding-Imperiums Dr. Oetker wieder einmal die alte, schmerzhafte Frage: Warum eigentlich ist seine Familie so zerstritten? „Wer Familienunternehmen verstehen will, braucht keinen Betriebswirt, sondern einen Psychologen“, war seine so rätselhafte wie lakonische Antwort.

          Marcus Theurer
          Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Müde und resigniert klang das. Aber es war wohl auch ehrlich. Wer nach den Ursachen dieser großen ostwestfälischen Familienfehde sucht, die fast anderthalb Jahrzehnte getobt hat, der stößt auf viel Zwischenmenschliches und eher wenig Kaufmännisches. Fixpunkt und Schlüsselfigur der Oetker-Saga ist ein lange verblichener Vater, patriarchalisch und übermächtig, ein begnadeter Unternehmer, der aber im Privaten Unangenehmes verdrängte und Konfrontationen mied. Dreimal verheiratet und mit acht Kindern gesegnet war dieser Rudolf-August Oetker (1916 bis 2007). In seinem langen Schatten lebte und an seinem Vermächtnis litt bis heute eine ganze Generation des Unternehmergeschlechts.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wahlplakate in Berlin

          Nach der Wahl : Was spricht für welche Koalition?

          Wo sind Brücken, wo sind Hindernisse in den bevorstehenden Sondierungen? Ampel und Jamaika liegen gar nicht so weit auseinander. Insofern gilt: Grüne und FDP suchen sich den Kanzler.