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Kaufhauschef Christian Greiner : Mal Musiker, immer Manager

Christian Greiner, Vorstandsvorsitzender des Münchner Kaufhauses Ludwig Beck am Rathauseck und Eigentümer der Textilgruppe Wöhrl Bild: Pahnke, Christina

Christian Greiner führt das Kult-Modehaus Ludwig Beck in München und rettete die Textilkette Wöhrl. Die Stimmung leidet, aber er weiß, wie er die Krise anpackt – und noch viel mehr auf die Beine stellt.

          4 Min.

          Ist das Christian Greiner? Mit dem Zeigefinger der gehörnten Hand, einer Faust mit gestrecktem Zeigefinger und kleinem Finger, schiebt er sich die Ray-Ban-Sonnenbrille auf der Nase zurecht, zieht mit Dreitagebart-Gesicht eine Grimasse. Neben ihm posiert nicht minder schräg Gunther Göbbel, in der DJ-Szene als „Geeno Fabulous“ bekannt. Das Duo nennt sich „Chillout Rockerz“ und spielt entspannte Loungemusik – „relaxed sexy sounds“, wie sie sagen. So sehen dann auch die Cover der Alben aus. Greiner textet, spielt Gitarre und ist „Background Vocal“. Göbbel, einst Fünfter in der zweiten Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“, ist Leadsänger, spielt Keyboard und macht das Sampling, fügt also neue Songs mit Titeln anderer Interpreten zusammen. Beide stammen aus Nürnberg, wo sie sich kennengelernt haben.

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Das ist Christian Greiner: 41 Jahre alt, Vorstandsvorsitzender des Textilhauses Ludwig Beck am Rathauseck am Marienplatz im Herzen Münchens, Aufsichtsratschef und Alleineigentümer der von ihm 2017 aus der Insolvenz geretteten Modehandelskette Rudolf Wöhrl SE; Besitzer des Plattenlabels Consens Music, das Chillout Rockerz auf den Markt bringt. Ruhig, kontrolliert und zurückhaltend ist er, manchmal nachdenklich, als würde gerade seine kreative Ader wieder pulsieren.

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