https://www.faz.net/-gqe-ad8xw

Isra-Vision-Gründer Ersü : Brennen für Pixel

Unternehmer: Enis Ersü scheidet als Chef von Isra Vision zum 1. Juli aus – und will unter anderem ein Haus bauen mit einem richtigen Homeoffice Bild: Isra Vision

Vor 36 Jahren hat Enis Ersü ein Start-up für „sehende Maschinen“ gegründet und an der Börse geglänzt. Längst im Rentenalter, tritt er nun bei Isra Vision ab. Aber: „Für Ruhestand habe ich keine Zeit.“

          3 Min.

          Dies eine Mal lässt Enis Ersü keinen einzigen Gang seines Menüs kalt werden. In vergangenen Jahren konnte der Service noch so feine Leckereien servieren – der Gründer, Vorstandschef und Großaktionär von Isra Vision bevorzugte stets die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr und neue technische Finessen seines auf „sehende Maschinen“ spezialisierten Unternehmens.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aber dies ist ja kein normaler Abend. Das ist Enis Ersüs Bilanz seines gesamten Berufslebens, mit Zahlen und wesentlichen Wegmarken aus der Geschichte seiner Firma Isra Vision. „Ich brenne für Pixel“, wird er später noch sagen. Das musste er nicht. Dass er brennt, selbst für Kleinigkeiten aus dem Reich der Robotersteuerung und Qualitätskontrolle per Kamera und dahinter liegender Software, in dem sich Isra Vision weltweit einen Namen gemacht hat, das haben die Zuhörer schnell gemerkt.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Blick auf, durch das Hochwasser zerstörte, Häuser in Altenburg. Aufgenommen am 15. Juli 2021 in Altenburg, Altenahr.

          Flutkatastrophe : Der Versicherte ist der Dumme

          Auch wer sein Haus nicht versichert hat, darf nach der Flut auf viel Geld vom Staat hoffen. Darum ist eine Versicherungspflicht überfällig, sagen Fachleute.
          Schöner Schein: Tanzende Mädchen 1959 in einem Kurheim in Bad Dürrheim. Der Alltag vieler „Verschickungskinder“ sah in Wirklichkeit viel düsterer aus.

          „Verschickungskinder“ : Als die Kur zur Qual wurde

          In der jungen Bundesrepublik wurden Millionen Kinder ohne Eltern in Kur geschickt. Viele der „Verschickungskinder“ erlebten keine Erholung, sondern durchlebten Wochen der Tortur mit Heimweh, Schlägen und Missbrauch.