https://www.faz.net/-gqe-a794o

Nur 4250 Vollerwerbs-Bauern : Auf den meisten Feldern ackert ein Mondschein-Landwirt

  • Aktualisiert am

Spätschicht: Ein Landwirt erntet im Mondschein mit einem Mähdrescher ein Weizenfeld Bild: dpa

Zählte Hessen vor wenigen Jahren fast 20.000 bäuerliche Betriebe, so sind nur gut 15.000 noch am Markt. Die meisten von ihnen bewirtschaften Hof und Felder im Nebenerwerb, also meistens abends.

          1 Min.

          Knapp 15 100 Betriebe haben im vergangenen Jahr in Hessen rund 766.900 Hektar landwirtschaftliche Fläche genutzt. Dabei habe es sich um knapp 13.400 Einzelunternehmen gehandelt, die etwa von Ehepaaren oder Einzelpersonen geleitetet wurden, teilte das Statistische Landesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Diese seien überwiegend als Nebenerwerbsbetriebe geführt worden. Sie gelten im Fachjargon als Mondschein-Landwirte, weil sie sich berufsbedingt erst abends um Hof und Felder kümmern können. Daneben seien bei der Landwirtschaftszählung 4250 Betriebe im Haupterwerb registriert worden. Die Zahl der Höfe ist seit Jahren rückläufig.

          Die gesamte Fläche sei zu deutlich mehr als der Hälfte (466.500 Hektar) als Ackerland genutzt worden. 294.500 Hektar waren nach Angaben der Statistiker Dauergrünland. Dazu seien 100 Hektar Haus- und Nutzgärten gekommen. Eine Fläche von 5800 Hektar hätten die landwirtschaftlichen Betriebe mit Dauerkulturen wie Obstbäumen bepflanzt. Ein Hektar ist etwas größer als ein Fußballplatz.

          Während die gesamte landwirtschaftlich genutzte Fläche in Hessen im Vergleich zum Vorjahr unverändert blieb, verringerte sich das Ackerland leicht (minus 0,2 Prozent). Im gleichen Verhältnis erhöhte sich nach Angaben des Landesamtes die Dauergrünlandfläche. Fast 2050 (13,5 Prozent) hessische Betriebe bewirtschafteten demnach 115 900 Hektar (rund 15 Prozent) ihrer landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch. Vergleichszahlen zum Vorjahr lagen nicht vor.

          Weitere Themen

          Ruf nach Reform der Stadtpolizei

          Feldmann fordert Verbeamtung : Ruf nach Reform der Stadtpolizei

          Der Streit über die Stadtpolizei geht in die nächste Runde: Oberbürgermeister Peter Feldmann will die Mitarbeiter des Ordnungsamtes verbeamten lassen. Für den Sicherheitsdezernenten ist das allerdings „kein Allheilmittel“.

          Topmeldungen

          Neuer CDU-Chef : Zurück zur Marktwirtschaft

          Die CDU braucht ein stärkeres Profil in der Wirtschaftspolitik, um die Zukunft zu gewinnen. Das wird nur im Team zu schaffen sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.