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Halbleiterindustrie : Altmaier tourt durchs Silicon Saxony

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Tom Caulfield, CEO von Globalfoundries, neben Azubis, die einen Silizium-Wafer zeigen. Bild: dpa

Europa ist nur noch Nummer drei in der Chipindustrie. Das soll sich ändern. Der Wirtschaftsminister kündigt Staatsgeld an, die Branche mahnt Tempo an.

          3 Min.

          Spät kam er, doch er kam. Kurz vor Ende seiner Amtszeit hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sich auf den Weg zu den großen Chipherstellern in Dresden gemacht. Die Branche ist in aller Munde, ein Ende der Engpässe an Halbleitern nicht in Sicht, Kunden vor allem in der Autoindustrie jammern laut auf – und wenn die hiesige Autoindustrie jammert, setzt sich die Politik schnell in Bewegung. Dabei haben Deutschland und Europa gerade in der Mikroelektronik schon seit anderthalb Jahrzehnten gegenüber der Konkurrenz in Asien und Amerika deutlich verloren.

          Stephan Finsterbusch
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Um den Abstand in einer der Schlüsselindustrien des 21. Jahrhunderts nicht noch größer werden zu lassen und die von Chips abhängigen Lieferketten vor allem im europäischen Maschinen- und Autobau etwas fester zu knüpfen, hatte Altmaier einige Ankündigungen im Gepäck. Die drehten sich vor allem um Subventionen und Investitionen, neue Arbeitsplätze, bewährte Technologien und eine Aufholjagd. Denn nach den Worten des Ministers muss im Rahmen der Bekämpfung der wirtschaftlichen Misere der Corona-Krise vor allem die Chipindustrie gestärkt werden.

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