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Was ist da los? : Gestörter Frieden im Silicon Valley

Alles nur noch Marketing? Google-Mitarbeiter glauben nicht mehr an das Konzern-Versprechen „Don’t be evil“ („Tue nichts Böses“). Bild: AP

Tech-Konzerne wie Google waren lange für ein paradiesisches Arbeitsumfeld bekannt. Nun aber macht sich in vielen Belegschaften Protest breit – manche Mitarbeiter sprechen von Überwachung.

          5 Min.

          Google ist eigentlich nicht als „feindseliger Arbeitsplatz“ bekannt. Genau so hat aber eine Gruppe von Mitarbeitern den amerikanischen Internetgiganten kürzlich genannt. Das mag erstaunen, schließlich hat der Konzern einen Ruf als begehrter und mustergültiger Arbeitgeber. Google zählt zu den Pionieren darin, seiner Belegschaft ein paradiesisches Arbeitsumfeld mit allen erdenklichen Annehmlichkeiten zu bieten, von kostenlosen Gourmetkantinen über Krankenversicherungen und Wellness-Angebote bis zu großzügigen Elternzeiten. Viele andere Technologieunternehmen nahmen sich das zum Vorbild und verwöhnen ihre Mitarbeiter seither mit ähnlichen Leistungen.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Doch in jüngster Zeit muss sich Google regelmäßig mit innerbetrieblichen Revolten auseinandersetzen. Vor etwas mehr als einem Jahr streikten Tausende von Beschäftigten in Büros auf der ganzen Welt. Die Gruppe mit dem Namen „Google Walkout for Change“, die diesen Ausstand organisiert hat, ist bis heute aktiv. Sie prangert nicht nur vermeintliche Missstände an, sondern wirft Google auch vor, den Widerstand im Keim ersticken zu wollen. Der Konzern hat in den vergangenen Wochen fünf Mitarbeiter entlassen, die sich als Aktivisten hervorgetan haben. Die Gruppe hat das als „Vergeltung“ gewertet.

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