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Bankraub in Südafrika : Geldsegen aus dem Venda-Gebiet

Im Geschäftsdistrikt von Kapstadt redet jetzt jeder über den unglaublichen Bankraub. Bild: Reuters

Mitarbeiter einer Bank in Südafrika plündern mit Komplizen zusammen fast 120 Millionen Euro. Die lange Liste der Profiteure reicht von Bankmanagern und Aufsichtsräten über Staatsbedienstete bis zum König selbst.

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          Noch vor gut zwei Jahren kannte in Südafrika kaum jemand die VBS Mutual Bank. Die Genossenschaftsbank stammt ursprünglich aus dem Gebiet der kleinen Volksgruppe Venda am äußersten nördlichen Zipfel des Landes. Legenden zufolge sagen sich dort Elfen und weiße Löwen gute Nacht. Doch als das unscheinbare Geldinstitut 2016 plötzlich mit einem stattlichen Kredit dem damaligen Staatspräsidenten Jacob Zuma zur Hilfe eilte, schrillten die ersten Alarmglocken. Warum gewährte ausgerechnet eine so kleine Bank das Darlehen? Später dann, im März dieses Jahres, wurde sie wegen Liquiditätsengpässen einem Insolvenzverwalter unterstellt.

          Claudia Bröll

          Freie Autorin für die Wirtschaft in Südafrika.

          Jetzt stellt sich heraus, was hinter dem Kollaps steckte. Seit Mitte dieser Woche hat sich die VBS-Bank einen unrühmlichen Platz in der Geschichte gesichert als Ziel einer der größten Bankenplünderungen in Südafrika. Wie die südafrikanische Notenbank in einem 140 Seiten langen Bericht mit dem Titel „Der große Bankraub“ darlegte, hatten es mehr als 53 Personen geschafft, sie um umgerechnet knapp 120 Millionen Euro zu erleichtern.

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