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Versteckte Preiserhöhungen : Verbraucher wählen Mirácoli zur „Mogelpackung des Jahres“

  • Aktualisiert am

Als Klassiker bewirbt Mars seine Miracoli-Nudeln. Bild: Wolfgang Eilmes

Das Spaghetti-Fertiggericht ist nicht mehr so zusammengesetzt wie zuvor. Der Hersteller hat den Käse weggelassen. Trotzdem zahlen Kunden weiterhin denselben Preis. Inakzeptabel ist das für Verbraucherschützer.

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          Verbraucher haben das Nudelfertiggericht Mirácoli zur „Mogelpackung des Jahres 2019“ gewählt. Mehr als ein Drittel von insgesamt 43.044 abgegebenen Stimmen ging der Verbraucherzentrale Hamburg zufolge an das Produkt von Mars, das seit vergangenem Jahr ohne Käse verkauft wird. Neben den Nudeln von Mirácoli standen vier weitere Produkte zur Wahl.

          „Wir haben jede Menge Beschwerden zu Mirácoli erhalten“, sagte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg am Dienstag. Hersteller Mars spart demnach nicht nur am Käse, sondern auch an Tomatensauce und Würzmischung. Doch der Handel verkaufe das Nudelgericht nach wie vor zum alten Preis. Einen Hinweis auf den reduzierten Inhalt suche der Kunde vergebens auf der Verpackung.

          Zweitplatzierter knapp hinter Mirácoli ist ein Karottensaft von Hipp, dessen Preis sich mehr als verdoppelt hat. Auf den Plätzen drei bis fünf der „Mogelpackung“-Abstimmung folgen eine Rama-Margarine, Schokolade von Milka und die Frosties Cerealien. Auch bei diesen Produkten hoben die Unternehmen und der Handel die Preise an, indem sie Füllmengen reduzierten, den alten Preis aber beibehielten.

          „Verbraucher haben kaum eine Chance, versteckte Preiserhöhungen im Handel zu erkennen, und wir können keine rechtlichen Schritte einleiten“, erklärte Valet. Er sieht die Politik am Zug, um Verbraucherinnen und Verbraucher endlich besser vor den Tricksereien der Unternehmen zu schützen.

          Die Zahl der Beschwerden zu versteckten Preiserhöhungen und überdimensionierten Verpackungen nimmt immer mehr zu, wie die Verbraucherzentrale mitteilte. 2019 gingen über 2500 Meldungen bei ihr ein. An der sechsten Wahl der „Mogelpackung des Jahres“ nahmen laut Verbraucherzentrale Hamburg so viele Verbraucher teil wie nie zuvor. Verbraucher konnten bis zum 20. Januar online über die in ihren Augen größte „Mogelpackung“ abstimmen.

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