https://www.faz.net/-gqe-9f06c

Misslungene Regeln : Lotto-Deal soll den Glücksspielstreit klären

Traum aller Tipper: Einmal den Hauptgewinn einheimsen Bild: Caro / Teich / FOTOFINDER.COM

Seit Jahren bekämpfen sich staatliche Lotteriegesellschaften, Bundesländer und private Anbieter. Nun macht das Unternehmen Lottoland einen Kompromissvorschlag, bei dem es um mehrere 100 Millionen Euro geht.

          3 Min.

          Der Glücksspielstreit zwischen staatlichen Lotteriegesellschaften, Bundesländern und privaten Anbietern mit zig Klagen hat eine neue Wendung erhalten. So bietet das mit einer Lizenz in Gibraltar agierende Unternehmen Lottoland der staatlichen Konkurrenz einen Kompromiss an. „Unser Ziel und Wunsch ist es, auf Grundlage einer nationalen Erlaubnis unsere Produkte auf dem deutschen Markt anbieten zu können“, sagte Nigel Birrell, Vorstandsvorsitzender von Lottoland, der F.A.Z.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Dafür habe sein Unternehmen in einem Großteil der Bundesländer Anträge auf die Veranstaltung von Primärlotterien sowie Duldung unserer Wettangebote eingereicht. „Wir gehen jetzt aber noch weiter und wären sofort bereit, unseren gesamten Umsatz, den wir mit Tipps auf deutsche Lotterien generieren, an die staatlichen Lottogesellschaften zu vermitteln. Wetten würden wir fortan nur noch auf ausländische Lotterien annehmen. Die Bedingung dafür wäre, dass wir dies auf Basis einer nationalen Erlaubnis tun könnten.“ Mit einem Schlag könnten die staatlichen Lotterien so 90 bis 95 Prozent der Umsätze, die aktuell ins Ausland gingen, erhalten. Lottoland ist sich sicher, dass andere große Anbieter mitziehen würden. „Da geht es für die staatlichen Lotterien um mehrere 100 Millionen Euro“, sagte Birrell.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Wie viele Leute sich allein ins Grüne trauen, kann auch ein Gradmesser für die allgemeine Sicherheit einer Gegend sein (Symbolbild).

          Im Bikini in den Park : Dann gucken sie eben!

          Es ist heiß, und in der Wohnung ist es noch heißer. Also raus in den Park. Frauen kostet es häufiger Überwindung, sich allein im Bikini auf die grüne Wiese zu legen. Warum eigentlich? Und lohnt es sich?
          Schlag auf Schlag: Nicht jeder, der im Büro sitzt, ist produktiv.

          Langeweile im Beruf : 120.000 Euro für zwei Mails am Tag

          Es ist ein großes Tabu des Büroalltags: Manche Angestellte haben kaum etwas zu tun. Selbst hochbezahlte Anwälte klagen über Langeweile. Wie kann das sein?

          Wolkenkratzer in Großstädten : Mild entschlossen zu neuen Höhen

          Berlin, Hamburg und München planen erste Wolkenkratzer. Für eine Skyline wird es nicht reichen, weil die Städte strenge Vorgaben machen. Und jetzt könnte auch noch Corona die Pläne durchkreuzen.