https://www.faz.net/-gqe-a0lih

Medienanstalt prüft : Ministerium verteidigt Giffeys Werbung für Internetportal

  • Aktualisiert am

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) Bild: EPA

War die Werbung der Familienministerin für „nebenan.de“ zulässig? Ja, sagt das Ministerium – zu Beginn der Pandemie sei es darum gegangen, schnellstmöglich nachbarschaftliche Hilfen möglich zu machen. Jetzt prüft die Medienanstalt.

          1 Min.

          Das Bundesfamilienministerium hat die Beteiligung der Ministerin Franziska Giffey (SPD) an einem Werbespot für das Internetportal „nebenan.de“ verteidigt. Die Beteiligung habe „im zeitlichen Kontext des Beginns der Corona-Pandemie“ gestanden, teilte das Ministerium am Samstag auf Anfrage mit. „Es ging darum, schnellstmöglich nachbarschaftliche Hilfen möglich zu machen und darauf aufmerksam zu machen, dass es jetzt sehr wichtig ist, sich gegenseitig – vor allem ältere MitbürgerInnen – zu unterstützen, denn der Bedarf an gegenseitiger Nachbarschaftshilfe war sprunghaft angestiegen.“

          Die Ministerin habe dafür kein Geld erhalten und „keine personellen und materiellen Ressourcen des Ministeriums in Anspruch genommen“.

          Am Freitag war bekannt geworden, dass die Medienanstalt Berlin-Brandenburg Giffeys Werbung für das Internetportal prüft. Die Politikerin, die auch SPD-Landeschefin in Berlin werden will, wirbt in dem bereits vor einigen Wochen veröffentlichten Spot für eine Hotline, die von dem Nachbarschaftsnetzwerk ins Leben gerufen wurde.

          „Ob es im konkreten Fall ein förmliches Verwaltungsverfahren geben wird, steht noch nicht fest“, sagte die Direktorin der Medienanstalt, Anja Zimmer, der „Welt“ (Samstag). Um den Sachverhalt aufzuklären, habe man zunächst das Ministerium angeschrieben. „Für die Beurteilung des Vorganges ist es wichtig, ob die politische Aussage im Vordergrund steht oder der werbliche Aspekt.“

          Das Ministerium argumentierte, auf „nebenan.de“ hätten viele Menschen Unterstützung angeboten. Gerade diejenigen, die in dieser Situation Nachbarschaftshilfe brauchten, hätten jedoch oft gar keinen Internetanschluss. Deshalb habe das Internetportal zusammen mit der gemeinnützigen nebenan.de-Stiftung und Partnern wie der Telefonseelsorge eine kostenfreie Hotline entwickelt, bei der Hilfe-Gesuche aufgegeben werden können. „Mit diesem Angebot konnte sehr vielen Menschen geholfen werden“, so das Ministerium.

          Weitere Themen

          Mainzer Goldgrube im Kampf gegen die Pandemie Video-Seite öffnen

          Globaler Hoffnungsträger : Mainzer Goldgrube im Kampf gegen die Pandemie

          Voriges Jahr war die Mainzer Biotechnologiefirma Biontech noch weithin unbekannt, nun hat sie sich zum globalen Hoffnungsträger im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemausert. Zusammen mit dem amerikanischen Pharmariesen Pfizer entwickelte Biontech einen nach eigenen Angaben zu mehr als 90 Prozent wirksamen Impfstoff gegen das Virus.

          Die Eintracht geht der Deutschen Bank fremd

          Sponsoring : Die Eintracht geht der Deutschen Bank fremd

          Seit dieser Saison spielt Eintracht Frankfurt im Deutsche Bank Park. Auch ein neues Bezahlsystem für das Stadion hatte die Bank angekündigt. Doch der wichtigste Teil kommt nun von den Volksbanken. Was dahinter steckt.

          Topmeldungen

          Wachstumsgeschichte: Die Eschborner „Skyline“ entstand nach dem neuen Rathaus und der „kleinen Ortsumgehung“ Rödelheimer Straße.

          Eschborn : Vom „armen Kaff“ zur Boomtown

          Ein Trip durch Amerika war der Ausgangspunkt für den Aufstieg des kleinen Frankfurter Nachbarn Eschborn. Ein Mann hat maßgeblich dafür gesorgt, dass aus einem Dorf eine wohlhabende Kommune geworden ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.