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Mineralöl : Neue Nummer Eins in Deutschland

  • Aktualisiert am

Zufriedene Gesichter: Adrian Loader und Dietmar Kuhnt Bild: dpa

Zwei plus drei gibt eins - beim Joint Venture von Shell und DEA geht diese Rechnung auf

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          DEA tankt bei Shell auf: Die RWE-Tochter hat mit dem niederländisch-britischen Mineralölkonzern Shell einen starken Partner für ihr Raffinerie- und Tankstellengeschäft gefunden.

          Zusammen würden die jetzige Nummer Zwei (RWE-DEA) und Drei (Shell) im Tankstellenmarkt einen Marktanteil von 24 Prozent erreichen. Mit 3.106 Straßentankstellen hätten sie damit den aktuellen Marktführer Aral (2.336 Filialen) von Platz Eins verdrängt.

          Zustimmung Kartellamt steht noch aus

          Heute morgen gaben Dietmar Kuhnt, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, und Adrian Loader, Präsident von Shell Europe Oil Products, die Pläne für das Joint Venture offiziell bekannt. Das Gemeinschaftsunternehmen soll ab dem 1. Juli diesen Jahres in Hamburg unter dem Namen Shell & DEA Oil GmbH seinen Sitz beziehen - wenn das Bundeskartellamt zustimmt.

          RWE suchte bereits seit längerem nach Unterstützung für sein Mineralölgeschäft, dass laut Unternehmensangaben nicht mehr zu den Kernaktivitäten des Konzerns zählt. „Mit Shell haben wir den idealen Partner gefunden, um unsere Wettbewerbsfähigkeit auf dem hart umkämpften deutschen Markt zu stärken“, so Kuhnt zufrieden.

          Auch für Shell bietet das Gemeinschaftsunternehmen strategische Vorteile: „Deutschland ist für Shell ein Schlüsselmarkt, auf dem eine starke Position erforderlich ist“, meint Präsident Loader. „Das Joint Venture ist deshalb ein wichtiger Schritt voran in die Zukunft“. Durch die Synergieeffekte sollen DEA und Shell Kosteneinsparungen von rund 300 Millionen Mark jährlich erzielen können.

          Shell bald tonangebend

          Zunächst werden beide Unternehmen je zur Hälfte an der Shell & DEA Oil GmbH beteiligt sein. Im Jahr 2003 kann RWE seinen Anteil an Shell verkaufen. Ist dies nicht der Fall, so hat Shell die Möglichkeit, seinen Anteil um ein Prozent zu erhöhen und damit eine Mehrheitsbeteiligung und eine Änderung der Führungsstruktur erreichen.

          „Unternehmenskultur, Abläufe und Systeme werden gemäß Shells internationaler Strategie ausgerichtet“, sagte Loader. Die beiden Marken sollen entgegen einzelner Medienberichte aber nebeneinander weitergeführt werden. Es ist keine Unterteilung in Premium- und „Billig“-Marke vorgesehen.

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