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Regierung in Dublin erbost : Das irische Steuermodell wankt

Googles Europa-Zentrale in Dublin: Die Entscheidung großer Unternehmen für Irland brachte beiden Seiten große finanzielle Vorteile. Bild: Getty

Die geringe Unternehmenssteuer lockte große Firmen wie Google und Apple auf die Insel. Doch nun drohen Irland Milliardenausfälle, weil die G-7- Staaten einen Mindeststeuersatz beschlossen haben.

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          Die von den G 7 beschlossene „Steuerrevolution“ mit einer 15-Prozent-Mindeststeuer für große Konzerne bringt Irland in eine unangenehme Lage. Höchstwahrscheinlich wird das Land zu einer Kurskorrektur gezwungen mit höheren Steuersätzen für Unternehmen, die aber milliardenschwere Einbußen bringen werden. Finanzminister Paschal Donohoe hat ausrechnen lassen, dass die Grüne Insel mittelfristig etwa 2 Milliarden Euro pro Jahr weniger einnehmen wird. Wenn die G-7-Pläne von der OECD übernommen werden, muss wohl auch Irland reagieren.

          Philip Plickert
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Die Insel erhebt seit den Achtzigerjahren eine sehr niedrige Körperschaftsteuer. Erst waren es 10 Prozent, seit knapp zwei Jahrzehnten liegt der Satz bei 12,5 Prozent. Das hat mehr als tausend multinationale Unternehmen angelockt, darunter amerikanische Tech- und Internetkonzerne wie Apple, Facebook und Google, die in Dublin ihre Europa-Zentralen errichtet haben. Zuvor hatten sich schon große Computerhersteller wie Dell und der Pharmakonzern Pfizer in Irland angesiedelt. Die milliardenschweren ausländischen Direktinvestitionen haben den Wohlstand der 5-Millionen-Einwohner-Republik und besonders Dublins angehoben.

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