https://www.faz.net/-gqe-9iy7y

Milliardenentlastung gefordert : Wirtschaft droht mit Veto beim Kohleausstieg

  • -Aktualisiert am

Im Tagebau Hambach wird Braunkohle abgebaut. Die vom geplanten Kohleausstieg betroffenen Regionen können mit mehr Geld vom Bund für den Strukturwandel rechnen. Bild: dpa

Hohe Stromkosten sind eine Gefahr für die Wirtschaft, meinen Wirtschaftsverbände. Und wollen dem Ausstiegfahrplan nicht zustimmen, wenn der Bund die Kosten nicht ausgleicht. Das würde teuer werden.

          2 Min.

          Der Ausstieg aus der Kohleverstromung wird den deutschen Strom deutlich teurer machen. Zu dem Ergebnis kommt eine Untersuchung für die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft. Nach der Studie, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegt, belaufen sich die Mehrkosten allein infolge steigender Strompreise bis zum Jahre 2030 auf im günstigsten Fall 14 Milliarden Euro, im ungünstigsten Fall sogar auf 54 Milliarden Euro.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Die Wirtschaft nannte deshalb zu Beginn der abschließenden Beratungen der „Kohlekommission“ über den Ausstiegfahrplan handfeste Bedingungen für ihre Zustimmung. Dazu gehören garantierte Strompreisentlastungen für Verbraucher und Wirtschaft. Zudem brauche man klar definierte regelmäßige Überprüfungen statt eines „starr vorgegebenen Abschaltplans“ für Kohlekraftwerke.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+