https://www.faz.net/-gqe-9ipl4

6,2 Milliarden Euro Überschuss : Arbeitsagentur hortet 23,5 Milliarden Euro

  • Aktualisiert am

Detlef Scheele, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit, spart für schlechte Zeiten. Bild: dpa

Die Arbeitsagentur spart für schlechte Zeiten. 2018 gab es wieder einen Milliardenüberschuss. Auch für 2019 plant sie ein Plus, wenn auch ein ziemlich kleines.

          Die Rücklagen der Bundesagentur für Arbeit sind zum Jahresanfang auf die Rekordhöhe von rund 23,5 Milliarden Euro gestiegen. Das sei nach Berechnung des Forschungsinstituts der BA ausreichend, um konjunkturelle Schwankungen abzufedern, teilte die Behörde am Dienstag nach ihrem Jahresabschluss für 2018 mit.

          Die Bundesagentur habe im vergangenen Jahr in der aus Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern finanzierten Arbeitslosenversicherung einen Überschuss von 6,2 Milliarden Euro erzielt. „Damit können wir jetzt den Beitragssatz deutlich senken und trotzdem mit solider Konjunkturvorsorge in die Zukunft blicken“, sagte BA-Finanzvorstand Valerie Holsboer.

          Auch 2019 Überschuss erwartet

          Der Überschuss war deutlich höher als zunächst erwartet. Ursprünglich war die BA von einem Plus in Höhe von 2,5 Milliarden Euro ausgegangen, später hatte sie die Prognose aber auf 5,3 Milliarden Euro korrigiert. Grund sei die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt, die zu deutlich geringeren Ausgaben geführt habe, teilte BA-Finanzvorstand Valerie Holsboer am Dienstag in Nürnberg mit. „Die Arbeitslosigkeit ist das fünfte Mal in Folge gesunken und liegt auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung.“

          Trotz der Senkung des Beitragssatzes um 0,5 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent des Bruttolohns seit Jahresbeginn erwartet die BA auch für 2019 einen Überschuss. In der Haushaltsplanung rechnet sie mit einem Plus von rund 500 Millionen Euro.

          Weitere Themen

          EU-Autohersteller unter Druck Video-Seite öffnen

          Sicherheitsrisiko in Amerika? : EU-Autohersteller unter Druck

          Hintergrund ist die Einsstufung dieser Autos als Sicherheitsrisiko in Amerika. Donald Trump will unter anderem deutsche Autos offenbar als Gefahr für die nationale Sicherheit einstufen, um so Zölle zu rechtfertigen.

          Topmeldungen

          Russland und Europa : Pipeline-Grüße aus München

          Nach ihrem Auftritt auf der Sicherheitskonferenz feiert die russische Staatspresse Angela Merkel. Sie widersetze sich „illegalen“ Versuchen der Amerikaner, das Gaspipelineprojekt Nord Stream 2 noch zu verhindern, heißt es in Moskau.

          Schüler fürs Klima : „Friss Tofu, du Würstchen“

          Über die Klima-Bewegung „Fridays for Future“ verschaffen sich Jugendliche Gehör und schwänzen dafür Schule. Das ist neu und ungewöhnlich. Unterstützung kommt von Angela Merkel.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.