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Milliardär verschwunden : Wo ist der „chinesische Warren Buffett“?

  • Aktualisiert am

Guo Guangchang Bild: Reuters

Er ist einer der bekanntesten Chinesen in Europa: Guo Guangchang, Chef der Fosun-Gruppe, die zuletzt hierzulande stark auf Einkaufstour war. Jetzt ist der Mann angeblich einfach verschwunden - oder jedenfalls für sein Unternehmen nicht mehr erreichbar.

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          Der chinesische Großkonzern Fosun kann Meldungen zufolge seit vielen Stunden seinen Chef Guo Guangchang nicht erreichen. Das berichtet das chinesische Finanzmagazin Caixin. Sein Mobiltelefon sei ausgeschaltet; seit Mittag chinesischer Zeit (5 Uhr morgens deutscher Zeit) gebe es keinerlei Nachricht über den Verbleib des Unternehmenslenkers. Das Nachrichtenportal Bloomberg berichtete, der stellvertretende Fosun-Vorsitzende Liang Xinjun habe auf die Frage nach Guos Verbleib per SMS geantwortet: „Wir haben die Situation im Griff.“

          Jetzt ist das Rätselraten groß. Insbesondere in den sozialen Medien wurden Spekulationen angeheizt, der Fosun-Chef sei womöglich wegen Bestechungsvorwürfen festgenommen worden.

          Auf Twitter kursierte zudem die Nachricht, dass Guos Profil auf Weibo, dem chinesischen Facebook-Pendant, mit einem Mal komplett geleert worden sei - kein einziger Eintrag sei darauf mehr zu finden.

          Guo ist einer der reichsten Menschen Chinas. Er wird auch als „chinesischer Warren Buffett“ bezeichnet, weil er in einer spektakulären Einkaufstour Unternehmen verschiedenster Art aufgekauft hat, unter anderem aus der Freizeit- und Finanzbranche, aber auch aus der Pharmaindustrie. Über seine Holding kontrolliert er in Deutschland die Privatbank Hauck & Aufhäuser, außerdem hält er wesentliche Anteile an weiteren europäischen Unternehmen, etwa an Cirque de Soleil und Club Med. Zuletzt machte Fosun in Deutschland Schlagzeilen im Wettbieten um die BHF-Bank.

          Seit dem Jahr 2013 ist immer wieder berichtet worden, gegen den Fosun-Chef werde wegen Korruption ermittelt - Guo hatte dies aber jedes Mal dementiert. Erst im August diesen Jahres urteilte laut Caixin schließlich ein Gericht in Schanghai, dass Guo krumme Beziehungen zu einem weiteren chinesischen Geschäftsmann - Wang Zongnan - gepflegt haben soll. Wang sitzt mittlerweile wegen Veruntreuung von Geldern hinter Gittern.

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