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Migration : Ostdeutsche Länderchefs wollen mehr Einwanderer

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Ein Mann aus Kamerun bei einer Einbürgerungszeremonie Bild: dpa

Wegen des demographischen Wandels benötigt Ostdeutschland seinen Ministerpräsidenten zufolge mehr Zuwanderung. Sachsens Regierungschef Tillich fordert, die Mindestverdienstgrenzen für Fachkräfte aus dem Ausland zu senken.

          Mehrere Ministerpräsidenten Ostdeutschlands fordern eine stärkere Zuwanderung von Ausländern in ihrer Region. Der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich sowie seine Kollegen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt, Bodo Ramelow und Reiner Haseloff, sagten der „Welt am Sonntag“, gerade der Osten sei auf mehr Ausländer angewiesen.

          Tillich verwies auf den drohenden Fachkräftemangel durch den demographischen Wandel. Er sprach sich dafür aus, die Mindestverdienstgrenzen bundesweit zu senken: „Die Blue Card für ausländische Fachkräfte verlangt für einen Zuwanderer aus einem Nicht-EU-Land als Mindestgehalt über 40.000 Euro pro Jahr.“ Der Mindestverdienst eines Facharbeiters in Ostdeutschland liege aber bei rund 25.000 Euro im Jahr. An dieser Summe müsse man sich orientieren.

          Tillich widersprach jedoch der Äußerung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Islam gehöre zu Deutschland. „Ich teile diese Auffassung nicht“, sagte Tillich der Zeitung „Welt am Sonntag“ aus Berlin. Muslime seien in Deutschland willkommen und könnten ihre Religion ausüben. „Das bedeutet aber nicht, dass der Islam zu Sachsen gehört“, sagte Tillich.

          Die islamfeindliche Pediga-Bewegung mobilisierte in den vergangenen Wochen Zehntausende Menschen, um gegen Zuwanderung zu protestieren. Die Veranstaltungen konzentrierten sich dabei auf die sächsischen Städte Dresden und Leipzig.

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