https://www.faz.net/-gqe-9osx2

Wohnungsnot : Mieterbund hält wenig von Enteignungen

  • Aktualisiert am

Schöne Lage, aber was kostet hier in Prenzlauer Berg wohl die Miete? Bild: dpa

Die neue Justizministerin will alle Möglichkeiten ausloten, um die Lage am Wohnungsmarkt zu verbessern. Der Mieterbund hat einige Vorschläge parat und etwa die Grundsteuer im Visier.

          Der Deutsche Mieterbund hat mit Skepsis auf Äußerungen von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) zu möglichen Enteignungen privater Wohnungsunternehmen als reagiert. „Die entscheidende Frage bleibt, wie man zu bezahlbarem und genügend vorhandenem Wohnraum kommt. Und da ist durch Vergesellschaftungen aktuell nichts gewonnen“, sagte Mieterbund-Direktor Lukas Siebenkotten der „Saarbrücker Zeitung“.

          Durch Vergesellschaftungen, die auch jahrelange juristische Auseinandersetzungen nach sich ziehen könnten, entstünde keine einzige neue Wohnung, betonte Siebenkotten. „Wesentlich wichtiger ist, erstens, zu bauen und zweitens, den Mietpreisanstieg im Bestand zu dämpfen.“ Der Mieterbund-Direktor warb zudem dafür, dass die Grundsteuer nicht mehr auf die Mieter umgelegt werden darf.

          Lambrecht hatte am Wochenende gesagt, es würden alle Möglichkeiten ausgelotet, um die angespannte Situation auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern. Nur wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft seien, könnten Enteignungen als „letztes Mittel“ richtig sein, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Diese Demonstranten am Stuttgarter Flughafen wollen die Menschen vom Fliegen abhalten.

          Klimaschutz : Vertraut nicht den Verboten!

          Im Kampf um das Klima gibt es viele Einzelideen. Sie versperren den Blick auf das Notwendige: ein sinnvolles Gesamtkonzept. Dafür gilt: Lieber gründlich als überhastet.
          Formiert sich gerade eine breite politische Front gegen Salvini? Der italienische Innenminister strebt weiter Neuwahlen an.

          Regierungskrise in Italien : Mit dem „Plan Ursula“ gegen Salvini?

          Der Streit um das Rettungsschiff „Open Arms“ dauert an – und in Rom wird weiter über Szenarien zur Überwindung der Regierungskrise spekuliert. Ein prominenter Politiker stellt sich nun hinter einen Plan zur Bildung einer breiten Front gegen den italienischen Innenminister.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.