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Ehemaliger Spitzenmanager : Middelhoff soll vor Insolvenzantrag Vermögen verschoben haben

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Thomas Middelhoff wurde im November wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt. Bild: dpa

Mindestens 50 Gläubiger fordern Geld vom ehemaligen Arcandor-Chef, sagt dessen vorläufiger Insolvenzverwalter. Laut einem Medienbericht hat Middelhoff vor seiner Pleite einen Teil seines Vermögens auf Frau und Kinder transferiert.

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          Thomas Middelhoff habe schon länger einen Teil seines Vermögens in eine Firma verschoben, die zum Großteil seiner Frau und seinen Kindern gehört, berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel. Vor vier Jahren habe Middelhoff eine neue Firma zur Grundstücksverwaltung gegründet, auf die das Ehepaar Middelhoff seine Bielefelder Immobilien transferiert habe. Die Firma gehöre heute zu 78 Prozent Middelhoffs Frau und seinen Kindern, er selbst sei nur zu 22 Prozent beteiligt.

          Thomas Middelhoff hatte am Dienstag beim Amtsgericht Bielefeld Privatinsolvenz beantragt. Laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Thorsten Fuest fordern „mindestens 50 Gläubiger“ noch Geld von dem früheren Spitzenmanager. Die Höhe der Verbindlichkeiten sei allerdings zurzeit „seriös nicht ansatzweise zu beziffern“, weil große Teile der Forderungen rechtlich umstritten seien und derzeit noch die Gerichte beschäftigten. Als Beispiel nannte er den Rechtsstreit mit dem Bankhaus Sal. Oppenheim, in dem es um einen dreistelligen Millionenbetrag geht.

          Der Insolvenzverwalter muss nun zunächst Klarheit in die Vermögensverhältnisse bringen bevor er das Vermögen des Schuldners an die Gläubiger verteilen kann. Dazu müssten aber sämtliche Konflikte rechtskräftig beendet sein. Es sei deshalb nicht auszuschließen, dass das Verfahren Jahre dauere.

          Möglich ist, dass Gläubiger auch das Vermögen von Middelhoffs Frau und Kinder ins Visier nehmen. Laut dem Spiegelbericht haben Anwälte des Unternehmensberaters Roland Berger bereits Middelhoffs Kinder verklagt. Middelhoff schuldet dem Unternehmensberater laut früheren Berichten noch über 7 Millionen Euro.

          Der frühere Chef des einstigen Karstadt-Mutterkonzerns Arcandor war am 14. November vom Essener Landgericht wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt und noch im Gerichtssaal verhaftet worden. Der Bundesgerichtshof wird wohl erst in einigen Monaten über seine Revision entscheiden.

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