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Trotz Support-Ende : Jeder dritte PC-Nutzer hat noch Windows 7

  • Aktualisiert am

Das Support-Ende für Windows 7 steht bevor. Bild: Reuters

Vom morgigen Dienstag an gibt es keinen kostenlosen Support mehr für Windows 7. Doch einer von drei Nutzern hat den Umstieg nicht geschafft – darunter auch öffentliche Einrichtungen wie die Berliner Stadtverwaltung.

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          29,8 Prozent aller PC-Anwender weltweit haben immer noch das ältere Betriebssystem Windows 7 im Einsatz. In Deutschland sind es mit 28,8 Prozent nur geringfügig weniger. Das geht aus Berechnungen des Sicherheitsunternehmens ESET hervor.

          Für Windows 7 gibt es von diesem Dienstag an keinen kostenlosen Support durch Microsoft mehr. Außerdem unterstützt der Konzern künftig auch nicht mehr die Server-Betriebssysteme Microsoft Server 2008 und 2008 R2. „Wer weiterhin die drei Dinosaurier im Einsatz hat, muss mit gravierenden Folgen für die Sicherheit seiner Daten beziehungsweise seines Unternehmens rechnen“, sagt ESET-Sicherheitsfachmann Thomas Uhlemann. „Entfallen die regelmäßigen Sicherheit-Patches, werden bekanntgewordene Sicherheitslücken nicht mehr geschlossen.“

          Zu den öffentlichen Einrichtungen, die den Umstieg auf ein neueres Betriebssystem nicht geschafft haben, gehört die Berliner Stadtverwaltung. Dort waren im Dezember erst knapp zwei Drittel der 82.000 IT-Arbeitsplätze auf Windows 10 umgestellt worden. Fachleute gehen davon aus, dass das Land Berlin eine sechsstellige Summe für einen gesonderten Support-Vertrag ausgeben muss, um die noch nicht umgestellten Arbeitsplätze am Laufen zu halten.

          „Fette Beute“

          Windows 7 kam vor mehr als zehn Jahren am 22. Oktober 2009 als Nachfolger des erfolglosen Windows Vista auf den Markt. Auch der Nachfolger Windows 8 kam mit Startschwierigkeiten und überzeugte viele Nutzer nicht. Daher blieben vor allem viele Unternehmen Windows 7 über Jahre hinweg treu. Die Schwachstellen des Systems, die künftig nicht mehr kostenlos geflickt werden, könnten Cyberangriffe erleichtern, warnte ESET.

          Entwickler von Schadprogrammen hätten schon gezielt Schadcodes für bekannt gewordene Windows-Schwachstellen programmiert. „Der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich“, sagte Uhlemann. „Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute.“

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