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Michel Barnier : Brexit-Übergangsphase mit Großbritannien gefährdet

  • Aktualisiert am

EU-Brexit-Unterhändler Michel Barnier auf einer Pressekonferenz diesen Freitag Bild: AFP

England will nach dem Brexit eine Übergangsphase. Das könnte aber noch scheitern. Bisher will England sich den Bedingungen der EU nämlich nicht fügen.

          Die laufenden Verhandlungen mit Großbritannien über eine Übergangsphase nach dem EU-Austritt können nach Aussagen von EU-Chefunterhändler Michel Barnier noch scheitern. Wenn das Vereinigte Königreich in der Zeit am wirtschaftlichen Status Quo mit der EU festhalten wolle, müsse es sich an alle Regeln halten, sagte Barnier diesen Freitag in Brüssel. Doch habe die Regierung in London damit Probleme. Falls die Unstimmigkeiten nicht gelöst würden, sei es fraglich, ob man sich auf eine Übergangsphase einigen könne.

          Die Gespräche zwischen der britischen Regierung und der EU liefen seit Dienstag in Brüssel. Dabei ging es vor allem um die Übergangsphase für das Königreich nach seinem für März 2019 geplanten Austritt aus der EU. In der Zeit bis Ende 2020 soll Großbritannien noch Teil der Zollunion und des EU-Binnenmarktes bleiben, in dem 500 Millionen Menschen leben. Damit will das Land mehr Zeit gewinnen, um die Folgeverträge auszuhandeln.

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