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Folgen der Pandemie : Merkel: Jetzt kommt die Zeit des Handelns

Angela Merkel spricht am 26. Januar per Bildschirm zum Publikum des Weltwirtschaftsforums. Bild: Reuters

Die Bundeskanzlerin kritisiert auf dem virtuellen Weltwirtschaftsforum China für seinen Umgang mit der Pandemie. Zudem müssten globale Lieferketten wieder sicherer werden. Sonst entstehe Protektionismus.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in ihrer Rede auf dem virtuellen Weltwirtschaftsforum dazu gemahnt, jetzt in eine Zeit des Handelns einzutreten – und China für den Umgang mit der Pandemie kritisiert. „Reden, diskutieren ist wichtig“, sagte Merkel: „aber jetzt geht es darum, wo etwas getan wird, nach gleichen, gemeinsam diskutierten Prinzipien.“ Die Pandemie habe die Stärken und Schwächen in den einzelnen Ländern deutlich gezeigt. Daraus gelte es zu lernen.

          „Am Anfang haben wir uns, auch in Deutschland, reflexartig auf uns selbst zurückgezogen“, sagte sie. Die Pandemie aber habe verdeutlicht, wie global verknüpft die Welt sei – und auch, dass der Versuch der dauerhaften Abschottung in einem solchen existentiellen Fall fehlschlage. Es brauche einen multilateralen Ansatz. Alles was in den vergangenen Jahren auf dem Weltwirtschaftsforum besprochen worden sei, sei insofern richtig.

          Doch komme es nun eben auf das Handeln an. Und Multilateralismus heiße auch Transparenz: „Das war zu Beginn aus China heraus nicht zureichend.“ Das gelte auch für die Weitergabe von Daten an und durch die Weltgesundheitsorganisation WHO. Auch habe man erfahren müssen, dass sich globale Lieferketten zum Teil nicht bewährt hätten, gar zerbrochen seien: „Diese Ketten müssen in der Zeit auch großen Stresses halten – sonst entsteht regionaler Protektionismus, und das ist eine große Gefahr.“

          Europas Verwundbarkeit habe sich in der Krise gezeigt

          Daher gelte es, Lieferketten besser abzusichern, wenn man sich auch in schwierigen Situationen auf sie verlassen möchte. Auch mit Blick auf die Impfstoffversorgung sagte Merkel: „Unsere Verwundbarkeit hat sich hier gezeigt.“  Bestimmte Inhaltsstoffe müssten künftig auch in Europa hergestellt werden. Nach ihren Worten lässt in Deutschland zudem die Schnelligkeit zu wünschen übrig, „unsere Prozesse dauern zu lange.“ Da gelte es nachzuarbeiten.

          Auf dem Fundament solider Finanzen sei es jedoch möglich gewesen, ein nie da gewesenes Konjunkturprogramm im Volumen von mehr als 100 Milliarden Euro aufzulegen. Abgestellt werden müsse mit diesen Mitteln nun der Mangel an Digitalisierung. Dabei geht es nach den Worten von Merkel um die überregionale Vernetzung der Gesundheitsämter, die digitale Verwaltung und das Bildungssystem. „Dort wissen wir, dass wir nachzuarbeiten haben“, sagte Merkel.

          Die Übertragung des Covd-19-Virus von Tier auf dem Menschen habe daran erinnert, dass die Menschen in ihrer natürlichen Umwelt lebten. „Wir bleiben abhängig von der Natur“. Alle großen globalen Konventionen zur Nachhaltigkeit hätten sich als absolut richtig erwiesen: „Hier müssen wir entschiedener und mutiger werden“, sagte Merkel. Die Ziele, die sich Europa gesetzt habe, könnten dazu führen, dass Europa der erste Kontinent  werde, der bis zum Jahr 2050 klimaneutral werde.

          Auf dem Weg werde es immer wieder „harte Maßnahmen“ geben, „bei denen wir die Menschen mitnehmen müssen“. Als Beispiele nannte sie den Ausstieg aus der Kohle, sowie die Umstellung  auf die Elektro- und Wasserstoffmobilität. Nach der Pandemie gelte es immer wieder der Gefahr zu entweichen, dass man sich zu sehr auf sich selbst konzentriere. Das gelte auch im weiteren Umfang mit Entwicklungs- und Schwellenländern: „Wir werden nicht bei der Entwicklungszusammenarbeit sparen.“

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