https://www.faz.net/-gqe-8a1dw

Übernahmepläne : Merck darf Laborausrüster Sigma-Aldrich kaufen

  • Aktualisiert am

Merck hat grünes Licht für die Übernahme eines Laborausrüsters in den Vereinigten Staaten Bild: dpa

Für 13,1 Milliarden Euro wollen die Darmstädter das amerikanische Unternehmen kaufen. Es handelt sich um den größten Zukauf in der Firmengeschichte

          Der Darmstädter Merck-Konzern hat von der EU-Kommission nach eigenen Angaben grünes Licht für die geplante Milliardenübernahme in den Vereinigten Staaten bekommen. Für 13,1 Milliarden Euro könne das Unternehmen den Laborausrüster Sigma-Aldrich kaufen, teilte Merck am Dienstagabend mit. Der Abschluss der Übernahme sei für den 18. November geplant.

          Mit dem größten Zukauf in der Firmengeschichte entsteht nach Unternehmensangaben einer der führenden Anbieter in der weltweit 130 Milliarden Dollar schweren Life-Science-Industrie. Damit sind Geschäfte rund um Gesundheit, Pflanzenschutz und Saatgut sowie Biotechnologie gemeint. Die EU-Kommission hatte bereits im Juni eine Übernahme von Sigma-Aldrich unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Nun seien die entsprechenden Auflagen erfüllt, hieß es.

          Von den drei Geschäftsbereichen bei Merck ist Life Science mit einem Umsatzanteil von derzeit 24 Prozent der zweitgrößte. Mit Sigma wächst die Sparte stark und dürfte und fast so groß werden wie der größte Bereich Health Care (Medikamente), dessen Umsatzanteil jetzt bei etwa 56 Prozent liegt.

          Ein ähnlich großer Deal war den Darmstädtern 2007 gelungen. Merck hatte damals für fast elf Milliarden Euro den Schweizer Biotech-Konzern Serono übernommen und wurde damit das größte Biotech-Unternehmen in Europa./jba/DP/stw

          Weitere Themen

          Pilotenheld kritisiert Boeing Video-Seite öffnen

          „Sully“ schlägt Alarm : Pilotenheld kritisiert Boeing

          Mehrere Piloten fordern den US-Flugzeugbauer Boeing auf, Piloten besser zu schulen, bevor die Flieger vom Unglückstyp 737 Max nach zwei Abstürzen mit hunderten Toten wieder fliegen dürfen. Die von Boeing angebotenen Schulungen reichten nicht aus, sagt unter anderem Chesley "Sully" Sullenberger. Er schrieb mit der geglückten Notlandung mit einem Airbus auf dem Hudson in New York 2009 Geschichte.

          Topmeldungen

          Klarer Favorit: Boris Johnson

          May-Nachfolge : Johnson tritt gegen Hunt in Stichwahl an

          Die letzten zwei Kandidaten um die Nachfolge Mays sind Boris Johnson und Jeremy Hunt. Nun müssen die Parteimitglieder der konservativen Partei in einer Stichwahl abstimmen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.