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Rekordverkäufe im Oktober : Mercedes wächst mit Kompaktwagen

  • -Aktualisiert am

Produktion in einem Mercedes-Werk. Bild: dpa

Die Absatzdelle scheint vorbei. Daimler vermeldet für die Autosparte den besten Oktober aller Zeiten.

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          Fast 200.000 Autos hat Mercedes im Oktober ausgeliefert und damit einen Rekordabsatz erzielt, mit einem Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Januar errechnet sich ein Absatzzuwachs von einem Prozent. „Angesichts des anspruchsvollen Umfelds für die gesamte Branche können wir stolz auf die Impulse unserer Produktoffensive sein“, kommentiert Britta Seeger, Vertriebsvorstand der Mercedes-Benz AG die Zahlen.

          Ein Großteil des Wachstums entfällt auf die Kompaktwagen, von denen knapp 10 Prozent mehr verkauft wurden. Vor allem die A-Klasse Limousine habe wesentliche Impulse gesetzt, heißt es in einer Mitteilung von Daimler. Auch die neuen SUV-Modelle GLC und GLC hätten Rekordwerte im Oktober erreicht. Insgesamt wächst die Begeisterung für die geländegängigen Großraumwagen aber deutlich schwächer als zuletzt: das Absatzplus lag mit 2,2 Prozent unter dem Durchschnitt.

          Regional zeigt sich mit einem Absatzzuwachs von 5,3 Prozent in Deutschland (plus 5 Prozent seit Jahresanfang) eine robuste Nachfrage im Heimatmarkt. Wichtiger Treiber bleibt aber China. Trotz des dort schwächelnden Automarkts erreichte Mercedes neue Rekordwerte mit 57.000 Autos im Oktober (plus 13,8 Prozent) und 583.000 Autos seit Januar (plus 5,8 Prozent).  China hat damit einen Anteil am den Gesamtverkäufen von Mercedes von mehr als 30 Prozent. Die Bedeutung der Vereinigten Staaten als Absatzmarkt nimmt dagegen immer weiter ab: 253.000 Autos seit Januar verkaufte Autos bedeuten im Vorjahresvergleich ein Minus von 0,3 Prozent und einen Anteil am Gesamtabsatz von 13 Prozent, sogar in Deutschland werden etwas mehr Mercedes verkauft.

          Während die Marke mit dem Stern Erfolge meldet, verkauft sich die Kleinstwagenmarke Smart aktuell gar nicht gut. Im Oktober wurden nur 8500 Autos abgesetzt, fast ein Viertel weniger als im vorigen Oktober. Seit Januar waren es 96.000 Autos, ein Zehntel weniger als im Jahr zuvor. Smart gehört aktuell noch zur Mercedes-Benz AG, wird aber ab dem Jahr 2022 als rein elektrische Variante in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Daimler-Partner Geely gebaut und vermarktet.

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