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Wirtschaftsforschungsinstitute : Claudia Buch wird IWH-Chefin

Claudia Buch Bild: dapd

Die „Wirtschaftsweise“ Claudia Buch verlässt die Universität Tübingen und wechselt zum 1. Juni an die Spitze des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle.

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          „Das IWH ist prädestiniert dafür, im Bereich der Transformationsforschung einen führenden Rang in der wissenschaftlichen Landschaft einzunehmen“, sagte Buch, die sich als Bankenforscherin einen Namen gemacht hat. Das IWH beschäftige sehr motivierte und gute Wissenschaftler. Allerdings hatte es bei der jüngsten Evaluierung durch die Leibniz-Gemeinschaft nur ungenügende Noten bekommen.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Sachsen-Anhalts Wissenschafts- und Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) zeigte sich erfreut über die Berufung der 47 Jahre alten Ökonomin, die seit neun Jahren in Tübingen lehrt und seit 2011 dem Rat der „Wirtschaftsweisen“ angehört. Gleichzeitig mit dem IWH-Chefposten übernimmt sie einen Lehrstuhl an der Universität Magdeburg. Vor Buch war der Düsseldorfer Wettbewerbsökonom Justus Haucap für das IWH im Gespräch. Buch hatte seit vergangenem Sommer diskret mit dem Institut verhandelt.

          Das Institut hat rund 80 Mitarbeiter, davon die Hälfte Wissenschaftler, und ist das einziger größere Wirtschaftsforschungsinstitut in den neuen Ländern. Nach dem Rücktritt des langjährigen Präsidenten Ulrich Blum wurde es kommissarisch von Jutta Günther und Konjunkturchef Oliver Holtemöller geführt.

          „Es ist in Deutschland das einzige wirtschaftswissenschaftliche Forschungsinstitut, das den Prozess des institutionellen Wandels in Mittel- und Osteuropa sowie Ostdeutschland seit mehr als 20 Jahren miterlebt, wissenschaftlich begleitet und politisch berät“, sagte Buch. Sie selbst hat sich bislang nicht als Transformationsforscherin hervorgetan, vielmehr sind ihre Spezialgebiete die Banken- und Finanzmarktregulierung.

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