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Precision Castparts : Warren Buffetts größter Kauf

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Warren Buffett Bild: dpa

Nun ist es offiziell: Der amerikanische Milliardär Warren Buffett macht im Alter von 84 Jahren seinen größten Deal. Für mehr als 37 Milliarden Dollar.

          Nun ist es offiziell: Die Investmentfirma des amerikanischen Milliardärs Warren Buffett will für 37,2 Milliarden Dollar den Industriekonzern Precision Castparts (PCC) kaufen. Berkshire Hathaway biete 235 Dollar je Aktie, was einem Aufschlag von gut 21 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs vor dem Wochenende entspreche, teilte PCC an diesem Montag mit. Der Aktienkurs des Unternehmens sprang daraufhin um 15 Prozent.

          Die Firma werde weiter auf der ganzen Welt Geschäft betreiben und den Firmensitz in Portland haben. Klappt diese Übernahme, wäre sie der bisher größte Zukauf in der Berkshire-Geschichte überhaupt.

          PCC-Chef Mark Donegan hatte zuletzt über das schwierige Geschäftsumfeld im Öl- und Gasbereich geklagt. Der Grund: Viele Kunden halten sich angesichts der stark gefallenen Ölpreise mit Investitionen zurück. Im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2014/15 erwirtschafte das Unternehmen bei einem Umsatz von zehn Milliarden Dollar einen Gewinn von 1,53 Milliarden Dollar.

          Schwächere Geschäftszahlen

          Berkshire Hathaway ist an mehr als 80 Firmen beteiligt, unter anderem an den amerikanischen Börsen-Schwergewichten American Express, Coca-Cola, IBM und der Bank Wells Fargo. Die Komplettübernahme der Eisenbahngesellschaft Burlington Northern Santa Fe war der bislang größte Zukauf von Berkshire Hathaway - im Jahr 2010 bezahlte Buffett für 77,4 Prozent, die er noch nicht besaß, 26,5 Milliarden Dollar.

          Buffett macht damit schnell wieder mit einem anderen Thema von sich reden. Am Freitagabend noch hatte er bekannt gegeben, dass der Gewinn seiner Gesellschaft im Frühlingsquartal zurückgegangen war. Der Überschuss fiel um 37 Prozent verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreswert auf 4 Milliarden Dollar (3,6 Milliarden Euro).

          Verantwortlich für den Rückgang waren unter anderem schwächere Ergebnisse der Versicherer, an denen Berkshire Hathaway beteiligt ist. Der amerikanische Autoversicherungsriese Geico musste deutlich gestiegene Haftungsansprüche bedienen. Insgesamt ging der Gewinn in der Versicherungssparte um fast 40 Prozent auf 939 Millionen Dollar zurück.

          Auch mit Investitionen und Wetten an den Finanzmärkten hatte Buffet weniger Glück. Sie spielten von April bis Juni 362 Millionen Dollar ein. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,4 Milliarden gewesen. Den Umsatz konnte Berkshire Hathaway im Vergleich zum Vorjahresquartal um etwa drei Prozent auf 51,4 Milliarden Dollar erhöhen.

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