https://www.faz.net/-gqe-7qg49

Untreue-Prozess : Middelhoff glaubt nicht, dass er in Haft muss

  • Aktualisiert am

Thomas Middelhoff am Freitag im Gerichtssaal in Essen Bild: dpa

Der frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff sieht die Gefahr einer Beugehaft gebannt. Zuvor soll ein Gerichtsvollzieher einen Haftbefehl gegen Middelhoff beantragt haben, um ihn zur Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse zu zwingen.

          1 Min.

          Im Untreue-Prozess gegen Thomas Middelhoff sieht der ehemalige Arcandor-Chef nach eigenen Worten die Gefahr einer Beugehaft abgewendet. „Einen Haftbefehl gegen mich wird es nicht geben“, sagte Middelhoff der Zeitung „Bild am Sonntag“. Seine Manager-Versicherung habe am Freitag die Haftungsgarantie für die vom Arcandor-Insolvenzverwalter Hans-Gerd Jauch geforderten 3,4 Millionen Euro übernommen. „Dies hat der Insolvenzverwalter inzwischen akzeptiert“, sagte Middelhoff laut Vorabbericht. Demnach gehen er und seine Anwälte davon aus, dass Jauch das Zwangsvollstreckungsverfahren nicht fortführt.

          Dem Blatt zufolge hatte am Freitag ein Gerichtsvollzieher beim Amtsgericht in Essen einen Haftbefehl gegen Middelhoff beantragt, um ihn zur Offenlegung seiner Vermögensverhältnisse zu zwingen. Der Manager war im September vergangenen Jahres vom Landgericht Essen zu einer Rückzahlung von 3,4 Millionen Euro an Jauch verurteilt worden – dabei ging es um umstrittene Boni, Flüge auf Firmenkosten und Sponsorenverträge. Middelhoff ist dagegen in die Berufung gegangen.

          Arcandor war 2009 in die Pleite geschlittert. In der Folge laufen gegen Middelhoff auch eine Reihe von Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Bochum untersucht etwa seit Jahren, ob er die Insolvenz des früheren KarstadtQuelle-Konzerns verschleppt hat. Middelhoff weist alle Vorwürfe zurück.

          Weitere Themen

          Schweiz buhlt um Deutsche

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.

           Lufthansa fliegt aus dem Dax Video-Seite öffnen

          Kursabsturz in Corona-Krise : Lufthansa fliegt aus dem Dax

          Die Corona-Krise hat dem Flugunternehmen schwer zugesetzt. Nun ist die Lufthansa aus dem Kreis der 30 deutschen Aktien Index gerutscht. Mit der Deutschen Wohnen schafft es erstmals seit 14 Jahren wieder ein Unternehmen aus der Hauptstadt in den Dax.

          Topmeldungen

          Tourismus : Schweiz buhlt um Deutsche

          Den Eidgenossen fehlen die ausländischen Gäste, vielen Hotels droht der Konkurs. Nun wollen sie bei deutschen Touristen punkten – mit praktischen und geldwerten Angeboten.
          Gut gelaunt mit amerikanischen Soldaten am Truppenstützpunkt Ramstein: Amerikas Präsident Donald Trump im Jahr 2018.

          Trumps Abzugspläne : Ein weiterer Tiefschlag

          Sollten Tausende amerikanische Soldaten Deutschland verlassen, würde das vor allem dem Pentagon selbst zu schaffen machen. Für das transatlantische Verhältnis aber verheißt es nichts Gutes.

          Neue Proteste in Amerika : „Kein Frieden ohne Gerechtigkeit“

          In Amerika gehen die Proteste mit unverminderter Kraft weiter. Drei frühere Verteidigungsminister sowie 86 weitere frühere Verteidigungspolitiker und Offiziere stellen sich derweil in einem Gastbeitrag gegen Trumps Militär-Drohung.
          Nicht nur Gnabry (links) und Goretzka trafen für den FC Bayern in Leverkusen.

          4:2 in Leverkusen : Der FC Bayern ist eine Klasse für sich

          Die Münchner meistern die wohl größte Hürde, die auf dem Weg zum Titel noch zu nehmen war, mit dem klaren Sieg in Leverkusen souverän. Die fußballerische Perfektion erinnert an die besten Phasen unter Pep Guardiola.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.