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Neue Studie : Treue zum Hausarzt hält gesund

Wer einen festen Hausarzt hat, wird besser betreut. Bild: dpa

Patienten, die sich fest an einen Hausarzt binden, werden besser betreut als andere Kranke. Das zeigt eine neue Studie. Die Krankenkassen sehen großes Sparpotential.

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          Patienten, die sich fest an einen Hausarzt binden, werden besser betreut als andere Kranke. Das bekräftigt eine neue Untersuchung über die sogenannte „hausarztzentrierte Versorgung“ in Baden-Württemberg. Dort bekommen teilnehmende Hausärzte zusätzlich Geld von der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK) und werden besonders geschult. Zum Programm gehört auch eine möglichst kostenbewusste Arzneimitteltherapie.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Die AOK lässt sich das für ihre 1,2 Millionen in solche Verträge eingeschriebenen Versicherten – die sich damit auf Zeit an den Hausarzt binden – 300 Millionen Euro zusätzlich kosten. Das Geld bekommen die teilnehmenden 4000 Haus- und 1500 Fachärzte. AOK-Vorstandsvorsitzender Christopher Hermann hält das für gut angelegtes Geld. Die Versorgung sei kein Sparmodell, sorge aber für mehr Effizienz, sagte er. Denn dadurch würden jedes Jahr 4500 Krankenhauseinweisungen in Baden-Württemberg verhindert.

          Die Studie wurde unter anderem vom Vorsitzenden des Sachverständigenrates für Gesundheit, Ferdinand Gerlach, erhoben. Er stellte fest, das chronisch Kranke in Hausarztprogrammen viel öfter auch an anderen speziellen Behandlungsprogrammen wie für Diabetiker oder Asthmatiker teilnahmen als „normale“ Versicherte. Auch würden sie öfter gegen Grippe geimpft, ältere Patienten würden weniger oft stürzen. Er äußerte sein Unverständnis, dass solche Programme in anderen Ländern von Krankenkassen und Ärzten nur zögerlich aufgelegt würden.

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