https://www.faz.net/-gqe-7w79x

Teure Scheidung : Knapp eine Milliarde Dollar für die Ex-Frau

  • Aktualisiert am

Da waren sie noch zusammen: Harold Hamm und seine damalige Frau Sue auf einer Gala im April 2012 Bild: dapd

Der amerikanische Energie-Unternehmer Harold Hamm muss fast eine Milliarde Dollar an seine frühere Gattin zahlen. Dafür darf er in Raten zahlen.

          Der amerikanische Energie-Manager Harold Hamm muss im Scheidungsstreit mit seiner Ex-Frau beinahe 1 Milliarde Dollar zahlen. Das hat nun ein Gericht im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma entschieden. Die Summe entspricht angeblich rund 7 Prozent von Hamms auf insgesamt 14 Milliarden Dollar geschätztem Vermögen.

          Wie die Auseinandersetzung vor Gericht ausgeht, hat nach einem Bericht der „Financial Times“ auch die Anleger an der Börse sehr interessiert. Hamm hält mehr als zwei Drittel der Anteile am Energiekonzern Continental Resources. Deshalb machte offenbar die Befürchtung die Runde, er könne durch die Gerichtsentscheidung gezwungen sein, ein großes Aktienpaket zu verkaufen, um seine Frau auszuzahlen.

          Der Streit um die Aufteilung des Vermögens der Hamms hat damit mehr als zwei Jahre gedauert. „Diese private Angelegenheit hatte bisher keinen und wird keinen Einfluss auf das operative Geschäft haben“, teilte das Unternehmen in einem Kommentar mit.

          Richter Howard Haralson entschied in seinem 80 Seiten umfassenden Urteil, dass Hamm seiner früheren Frau, die ihren ursprünglichen Namen Sue Ann Arnall wieder angenommen hat, bis zum Ende des Jahres 323 Millionen Dollar zahlen muss. Die übrigen 650 Millionen Dollar sollen in 7 Millionen Dollar umfassenden Monatsraten folgen.

          Die Zahlungsverpflichtung Hamms ist übrigens eine hohe, aber nicht die höchste, die infolge einer Scheidung von einem Gericht verhängt worden ist. Der russische Oligarch Dmitrij Rybolowlew wurde vor wenigen Monaten dazu verurteilt, seiner Ex-Frau Elena mehr als 4 Milliarden Schweizer Franken (rund 3,3 Milliarden Euro) zu zahlen.

          Weitere Themen

          Die größten Börsengänge Video-Seite öffnen

          Das sind die Top 10 : Die größten Börsengänge

          Uber wird bei seinem Börsengang etwas mehr als acht Milliarden Dollar erlösen – und kommt damit nicht unter die Top 10 der größten Börsengänge. Die ersten vier Plätze belegen Konzerne aus China; aus Deutschland ist ein Unternehmen dabei.

          Topmeldungen

          Skandal um Ibiza-Video : Kurz will FPÖ-Innenminister Kickl loswerden

          Das Ende der Koalition von ÖVP und FPÖ in Österreich reißt tiefe Gräben zwischen den Parteien auf. Kanzler Kurz verurteilt die „offenen Angebote der Korruption“ Straches und rechnet mit strafrechtlichen Konsequenzen. Nun soll auch Innenminister Kickl gehen.

          Bei Twitter : Trump droht Iran

          „Wenn der Iran kämpfen will, wird dies das offizielle Ende des Iran sein“, twitterte Trump am Sonntag. Nur wenige Stunden vor dem Tweet war im Regierungs- und Diplomatenviertel der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Rakete eingeschlagen.
          Unser Sprinter-Autor: Timo Steppat

          FAZ.NET-Sprinter : Wer hat die Falle gestellt?

          Das eine politische Beben hat Österreich schon erreicht, nun könnte ein nächstes folgen, wenn herauskommt, wer den FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in die Falle lockte. Was sonst noch wichtig wird, steht im FAZ.NET-Sprinter.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.