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Steuer-Selbstanzeige : Alice Schwarzer greift die Medien an

  • Aktualisiert am

Alice Schwarzer betritt ihren Platz bei einer Pressekonferenz, 2012 Bild: dpa

Alice Schwarzer hatte ein schwarzes Konto in der Schweiz. Weil das jetzt bekannt geworden ist, beschwert sie sich über die Berichte. Und nennt sie „Rufmord“.

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          Am Sonntag ist bekannt geworden, dass die Feministin und Publizistin Alice Schwarzer über Jahre hinweg ein schwarzes Konto in der Schweiz unterhalten und sich im vergangenen Jahr selbst angezeigt hat. Alice Schwarzer selbst beschwert sich jetzt über den Bericht über ihre Steuersünde. Das sei Rufmord.

          „So ein Schritt ist auch ein Dammbruch für die Medien. Mit einem Präzedenzfall Schwarzer wird in Sachen Persönlichkeitsschutz die eh schon tiefe Latte noch niedriger gehängt“, schreibt Schwarzer in einer Stellungnahme auf ihrer Webseite. „Illegal? Persönlichkeitsverletzung? Na und!“  Zu viele hätten ein Interesse daran, dass ihr Ruf geschädigt werde - gerade jetzt, wo ihr Magazin „Emma“ eine Kampagne gegen Prostitution angezettelt habe.

          Das Magazin „Spiegel“ hatte am Sonntag als erstes Medium über Schwarzers schwarzes Konto berichtet. Ihm macht Schwarzer schwere Vorwürfe. „Mehrere Medien hatten sich entschlossen, aus rechtlichen wie ethischen Bedenken, von einer Veröffentlichung Abstand zu nehmen“, schreibt sie. „Der Spiegel allerdings mochte der Versuchung nicht widerstehen. Er pfeift darauf, dass er damit illegal handelt.“

          Schwarzers Anwalt, der Medienanwalt Christian Schertz, sagte, der „Spiegel“ habe die Geschichte noch vor zwei Wochen zurückgehalten. „Die korrekte Selbstanzeige kann faktisch durch Denunzierungen und Durchstechereien in Zukunft in bestimmten Fällen zu einem medialen Tsunami für den Betroffenen führen.“

          Schwarzer relativierte gegenüber der Berichterstattung ihr schwarzes Konto. „Es gibt Fehler, die kann man nicht wieder gutmachen. Zum Beispiel Rufmord. Steuerfehler aber, wie ich einen gemacht habe, kann man wieder gutmachen.“

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