https://www.faz.net/-gqe-88dix

Ökonomen : Piketty und Stiglitz beraten Labour-Chef Corbyn

  • Aktualisiert am

Thomas Piketty Bild: dpa

Der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn holt sich zwei Starökonomen als Berater. Sie sollen Ideen für die Wirtschaftspolitik der Partei entwickeln.

          Der französische Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty und der amerikanische Nobelpreisträger Joseph Stiglitz werden den neuen britischen Labour-Chef Jeremy Corbyn in Wirtschaftsfragen beraten.

          Piketty und Stiglitz gehören zu einem Beraterkomitee, das sich vier Mal im Jahr unter Leitung des finanzpolitischen Sprechers der Partei, John McDonnell, treffen soll, wie Labour am Sonntagabend mitteilte. Die Wissenschaftler sollen Ideen für die Wirtschaftspolitik der Partei entwickeln.

          Nobelpreisträger Joseph Stiglitz

          Piketty machte sich mit seiner Forschung über Einkommensunterschiede einen Namen. Stiglitz, Nobelpreisträger des Jahres 2001, war früher Wirtschaftsberater des damaligen amerikanischen Präsidenten Bill Clinton und Chefökonom der Weltbank, sein neues Buch heißt „Reich und Arm“.

          Piketty erklärte, er sei sehr glücklich, Mitglied des Beraterteams zu sein. Die Labour-Partei habe derzeit die „brillante Gelegenheit, eine frische und neue Wirtschaftspolitik zu entwickeln, die die Sparpolitik als das Versagen entlarven werde, als das sie sich in Großbritannien und in Europa gezeigt habe“.

           Der neue britische Labour-Chef Jeremy Corbyn

          Corbyn selbst erklärte, die Wirtschaftspolitik müsse „Sicherheit für alle, nicht Reichtümer für einige“ schaffen. Der neue Parteivorsitzende hatte zwar bei einer Urabstimmung eine Mehrheit der Stimmen erhalten, stößt aber wegen seiner dezidiert linken Haltung bei vielen Abgeordneten und Funktionären der Partei auf Ablehnung.

          Weitere Themen

          SAP verfehlt die Erwartungen

          Quartalszahlen : SAP verfehlt die Erwartungen

          Der Softwarekonzern SAP verändert sein Geschäftsmodell. Doch der Umbau des Unternehmens braucht noch Zeit: Die Quartalszahlen liegen unter den Erwartungen der Analysten. Dennoch bleiben die Chefs optimistisch.

          Topmeldungen

          Carola Rackete bei ihrer Festnahme im Juli in Porto Empedocle

          Verfahren gegen Kapitänin : Rackete muss vor Gericht aussagen

          Im Verfahren wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und Widerstands gegen ein Kriegsschiff sagt Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete an diesem Donnerstag vor Gericht auf Sizilien aus. Die Gefahr einer Inhaftierung besteht wohl nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.