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Wechsel in die Wirtschaft : OECD-Vize Stefan Kapferer geht zum Energieverband

  • -Aktualisiert am

Stefan Kapferer Bild: dpa

Der ehemalige Staatssekretär wird zum Mai neuer Vorsitzender des BDEW. Damit wechselt ein weiterer Politiker in die Wirtschaft.

          Nach dem zum Monatsende angekündigten Abgang von Hildegard Müller in den Vorstand des Energiekonzerns RWE hat der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) mit Stefan Kapferer einen neuen Vorsitzenden seiner Hauptgeschäftsführung gefunden. Der 50-Jährige wurde am Donnerstag einstimmig gewählt. Er werde sein Amt zum 1. Mai antreten, teilte der BDEW mit.

          Andreas Mihm

          Wirtschaftskorrespondent in Berlin.

          Kapferer ist seit Herbst 2014 stellvertretender Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Paris. Zuvor war er seit 2009 beamteter Staatssekretär, zunächst bis 2011 im Bundesgesundheits-, danach im Bundeswirtschaftsministerium. Auch nach dem Regierungswechsel von Schwarz-Gelb zu Schwarz-Rot 2013 hatte der neue Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) den FDP-Mann Kapferer zunächst im Amt behalten.

          Eine „politische“ Besetzung

          Kapferers Rückkehr nach Berlin fügt sich ein in eine Reihe von Wechseln von Spitzenpolitikern in die Wirtschaft. Doch anders als im Fall des CDU-Politikers Ronald Pofalla, dem vom Kanzleramt in den Vorstand der Bahn ging oder der parlamentarischen Staatssekretärin Katherina Reiche (CDU), die neue Hauptgeschäftsführerin des Kommualbetriebeverbands VKU wurde, war Kapferer allerdings kein Abgeordneter, sondern immer ein Mann der Exekutive.

          BDEW-Präsident Johannes Kempmann, der seit Monaten im Hintergrund an der Personalie gearbeitet hatte, äußerte sich erfreut, „dass wir mit Stefan Kapferer eine energiepolitisch außerordentlich erfahrene Persönlichkeit gewinnen konnten“. Er genieße hohe Anerkennung in Politik und Wirtschaft. Seine Führungsqualitäten, exzellenten Fachkenntnisse und seine Fähigkeit zum Ausgleich zwischen verschiedenen Interessengruppen sein allgemein anerkannt.

          Auch Kapferers Vorgängerin Müller war eine „politische“ Besetzung. Die CDU-Politikerin hatte vor ihrem Wechsel zum BDEW als Staatsministerin im Bundeskanzleramt gearbeitet. Der früheren JU-Vorsitzenden waren gute Kontakte zum Bundeskanzlerin Angela Merkel nachgesagt worden.

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