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Manager Vincent Volpe : 113 Millionen Dollar fürs Aufhören

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Dresser-Rand-Chef Vincent Volpe (Z.v.r.) während der Börsengangs-Feier am 13. Dezember 2005. Bild: Picture-Alliance

Siemens hat gerade den amerikanischen Maschinenbauer Dresser-Rand gekauft. Dessen Chef geht demnächst - und bekommt dafür eine riesige Summe.

          Der scheidende Chef des von Siemens gekauften amerikanischen Kompressoren-Herstellers Dresser-Rand bekommt seinen Abschied kräftig versüßt. Vincent Volpe wird das Unternehmen mit mehr als 113 Millionen Dollar verlassen, geht aus Unterlagen hervor, die Dresser-Rand der amerikanischen Börsenaufsicht SEC eingereicht hat.

          Siemens erklärte auf Anfrage, die Zahlungen an Volpe beruhten auf vertraglichen Verpflichtungen, die bereits vor der Übernahme zwischen Dresser-Rand und seinem Management bestanden hätten. An diese vertraglichen Verpflichtungen halte man sich. Ansonsten wolle sich der Konzern zu individuellen Verträgen nicht äußern.

          Siemens schloss die Übernahme von Dresser-Rand für 7,8 Milliarden Dollar Ende Juni ab nachdem die EU-Kommission grünes Licht gegeben hatte. Damit wurden auch Zahlungen an die Manager für ihre Aktien und Optionen fällig. Alleine für Aktien und Optionen erlöst Volpe 93 Millionen Dollar, hinzu kommt eine „Goldener-Fallschirm“-Vereinbarung über weitere rund 20 Millionen Dollar, wenn Volpe Ende August ausscheidet.

          Ab dem 1. September übernimmt dann der Dresser-Rand-Manager Christopher Rossi die Führung des Unternehmens. Gut dotierte Ausstiegsklauseln für den Fall von Übernahmen sind in den Vereinigten Staaten durchaus üblich.

          Siemens-Chef Joe Kaeser hatte die Dresser-Rand-Übernahme ausgerechnet kurz vor dem drastischen Ölpreisverfall eingefädelt. Inzwischen muss die Branche sparen und baut auch Stellen ab, was für Kritik am hohen Kaufpreis gesorgt hatte.

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