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Ex-EZB-Direktor : Jörg Asmussen hat sich getrennt

  • Aktualisiert am

Jörg Asmussen Bild: dpa

Für seine Familie verließ Jörg Asmussen das Direktorium der Europäischen Zentralbank. Und löste manche Personaldiskussion aus. Jetzt ist Asmussen getrennt.

          Der ehemalige EZB-Direktor Jörg Asmussen und seine Lebensgefährtin Henriette Peucker sind kein Paar mehr. “Wir haben uns getrennt. Wir kümmern uns weiter gemeinsam um unsere Kinder. Mehr gibt es von uns zu unserem Privatleben nicht zu sagen“, erklärte das Paar der “Bild am Sonntag“.

          Asmussens Familie hat die Karriere des Spitzenbeamten in einem Maß beeinflusst, wie es selten öffentlich wird. Als Staatssekretär im Finanzministerium galt Asmussen als einer der wichtigsten Beamten in der Finanzkrise. Zum Jahresbeginn 2012 setzte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn als deutsches Mitglied im EZB-Direktorium durch. Den begehrten Posten des Chefvolkswirts, den sein Vorgänger Jürgen Stark hielt, bekam Asmussen allerdings nicht. Stattdessen wurde er zuständig für die Rechtsabteilung, die insbesondere die Rechtmäßigkeit der umstrittenen Staatsanleihekäufe beurteilen muss. Auf diesem Posten blieb Asmussen allerdings nur ein Viertel seiner gedachten Amtszeit.

          Zwei Jahre später nämlich gab Asmussen sein Amt ab und begründete dies damit, er wolle sich mehr seiner Familie widmen: Die lebte in Berlin, wo Henriette Peucker als erfolgreiche PR-Beraterin arbeitet. Asmussen heuerte als Staatssekretär unter Andrea Nahles an. Mit diesem Wechsel löste er größere Diskussionen aus.

          Ebenso mit einem weiteren beruflichen Wechsel zwei Jahre später: Asmussen zog es weg aus dem Arbeitsministerium, hin in den Vorstand der Staatsbank KfW mit Hauptsitz Frankfurt – doch der Wechsel scheiterte, nicht zuletzt weil Asmussen wieder von Berlin aus arbeiten wollte. Gerüchteweise hat der ehemalige Spitzenbeamte es sich bei diesen Rochaden mit mehreren Ministern verscherzt.

          Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass Asmussen für die Investmentbank Lazard Regierungen und die öffentliche Hand beraten wird. Er soll von Berlin und Frankfurt aus arbeiten – in welchem Verhältnis, ist nicht öffentlich.

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