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IWF vor Neubesetzung : Vize-Chef Lipsky verlässt den Währungsfonds

IWF-Vize John Lipsky Bild: dpa

John Lipsky, der zweite Mann im IWF, verlässt die Institution nach fünf Jahren mit dem Ende seiner Amtszeit im August. Der 64 Jahre alte Lipsky nannte in einer Presseerklärung keine Gründe für seinen Abschied.

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          Spekuliert wird, dass Lipsky, der noch von der republikanischen Regierung George W. Bush in den Fonds entsandt wurde, der jetzigen demokratischen Regierung Gelegenheit geben will, einen Nachfolger zu bestimmen. Der Posten des IWF-Vizes wird traditionell von den Amerikanern besetzt, während die Europäer den IWF-Chef stellen.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Lipskys Rückzug wird zum ersten Testfall, ob die Industriestaaten willens sind, den Schwellenländern mehr Gewicht in den Spitzenpositionen der internationalen Finanzinstitutionen IWF und Weltbank zuzugestehen. Die Gruppe zwanzig großer Industrie- und Schwellenländer (G20), die die Geschicke des Fonds mittlerweile weitgehend bestimmt, hatte zuletzt 2009 zugesichert, dass die Spitzenpositionen in allen internationalen Finanzinstitutionen in einem offenen und transparenten Prozess und nach Leistung besetzt werden sollten. Die traditionellen Absprachen über Nationalitäten der Amtsinhaber wären damit nicht vereinbar.

          In der Schlusserklärung des Gipfeltreffens im November in Seoul tauchte die Selbstverpflichtung der G20 freilich schon nicht mehr auf. Mit einer Quotenreform hatte der IWF zuletzt den Einfluss von Schwellen- und Entwicklungsländern im Exekutivdirektorium deutlich gestärkt, diese Reform aber ist noch nicht in Kraft getreten.

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