https://www.faz.net/-gqe-76f9h

Investmentbankerin Dorothee Blessing : Goldman Sachs rechnet mit mehr Börsengängen

  • -Aktualisiert am

Dorothee Blessing ist Co-Chefin des Investmentbankings für Deutschland und Österreich bei Goldman Sachs. Bild: J. Jägli

Im Jahr 2013 erwartet die Investmentbank Goldman Sachs deutlich mehr Börsengänge als in den Jahren zuvor, sagt die Bankmanagerin Dorothee Blessing im F.A.S.-Interview. Frauen ermuntert sie zu einer Karriere in der Wirtschaft.

          Im Jahr 2013 drängen nach Einschätzung der Investmentbank Goldman Sachs wieder deutlich mehr Firmen an die Börse als in den Jahren zuvor. Dies sagte Dorothee Blessing, Co-Chef des Investmentbanking für Deutschland und Österreich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. „Ich bin ganz zuversichtlich, wenn ich mir die Pipeline anschaue“, sagte Dorothee Blessing. „Wir erwarten in Europa wieder mehr Börsengänge als in den Jahren zuvor.“

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Investmentbankerin rechnet auch mit einer höheren Zahl an Übernahmen: „Ich erwarte mehr grenzüberschreitende Transaktionen, von europäischen Unternehmen, die im Ausland wachsen wollen, aber auch verstärkt Aktivitäten von Käufern in Asien und Lateinamerika.“ 

          Nie von einer Karriere in der Finanzwelt geträumt

          Die Bankerin, Tochter des ehemaligen Chefs der Bank für Gemeinwirtschaft, Paul Wieandt, und Ehefrau von Commerzbank-Chef Martin Blessing, erzählt in dem Interview, dass sie nie von einer Karriere in der Finanzwelt geträumt habe: „Als ich mit dem Studium begonnen habe, konnte ich mir vieles vorstellen, nur nicht unbedingt später in einer Bank zu arbeiten.“ So habe sie ihr erstes Praktikum in einem Kunstauktionshaus in London absolviert. Die Berichte, wonach sie mehr verdient als ihr Mann, dessen Gehalt in der Commerzbank lange gedeckelt war, störten sie nicht, sagte Blessing: „An Pressespekulationen werde ich nichts ändern können.“

          Andere Frauen ermuntert Blessing, selbst Mutter von drei Kindern, zu einer Karriere in der Wirtschaft: „Wenn man will, dann findet man einen Weg, einen fordernden Job und eine Familie unter einen Hut zu bringen.“ Sie selbst habe nur nach der Geburt der ersten Tochter für drei Monate Teilzeit gearbeitet, sonst immer Vollzeit.

          „Jede Frau muss das für sich entscheiden: Wie viel arbeite ich? Und worauf verzichte ich?“, sagte Blessing der F.A.S. In jedem Fall erfordert die Karriere eine gute Organisation in der Familie: „Ich versuche immer eine Backup-Lösung in der Hinterhand zu haben, um für Eventualitäten gewappnet zu sein.“

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Regierungskrise in Italien : Mit dem „Plan Ursula“ gegen Salvini?

          Der Streit um das Rettungsschiff „Open Arms“ dauert an – und in Rom wird weiter über Szenarien zur Überwindung der Regierungskrise spekuliert. Ein prominenter Politiker stellt sich nun hinter einen Plan zur Bildung einer breiten Front gegen den italienischen Innenminister.

          Rückschlag für Paris : Neymar macht Tuchel das Leben schwer

          Paris ist schon seit einiger Zeit nicht mehr das Fußball-Paradies für den deutschen Trainer. Seine Reputation in der Öffentlichkeit und die Autorität innerhalb des Klubs sind beeinträchtigt. Und dann ist da ja noch Neymar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.